Paradies für Kletterer im Revierpark
16.03.2008 | 16:57 Uhr 2008-03-16T16:57:22+0100Wischlingen. Der Revierpark mausert sich allmählich zum Abenteuerland. Nach Wohnmobilstellfläche und Fitnesscenter öffnete Samstag nach zweimonatiger Bauzeit der angekündigte Hochseilgarten. ...
... Und künftig sollen auch noch Filmfans angelockt werden: mit Kino unter freiem Himmel. Als Uwe Büscher und Bernhard Rechmann die finanziell angeschlagene Revierpark Wischlingen GmbH als Geschäftsführer übernahmen, brauchte es vor allem ein schlüssiges Vermarktungskonzept für den Park. Wie das gehen kann, präsentieren die beiden seitdem häppchenweise und zaubern eine Überraschung nach der anderen aus dem Hut.
"Wir reden eben erst, wenn wir etwas erreicht haben", betont Uwe Büscher. Samstag öffnete im Baumbestand nahe des Hallereysterns ein Hochseilgarten. Und der stellte sich schon am ersten Tag als Paradies für Kletterer heraus. 75 Plattformen in unterschiedlichen Höhen sind durch Seilrutschen, schwankende Bohlen, Hängebrücken und Lianen miteinander verbunden. "Wir bieten drei Parcours mit unterschiedlichen Schwierigkeitsstufen an", erklärt Bela Kubick vom Betreiber "tree2tree".
Dabei ist keine Vorerfahrung nötig. Mitarbeiter geben jedem Teilnehmer Tipps und Sicherheitsanweisungen. "Dann geht's schon los", weiß Kubick. Die Kletterer legen Gurte mit zwei Sicherheitsseilen an, die durch Karabiner überall im Hochseilgarten befestigt werden können. Auf ihren Wegen durch den Parcours sind die Teilnehmer somit stets gesichert. 80 Hobbykletterer kamen Samstag zur Eröffnung. Kubick: "Damit wurden alle unsere Erwartungen übertroffen."
Klettern dürfen alle, die eine Körpergröße von 1,40 Meter nicht unterschreiten. Für Kinder, die nicht kleiner sind als 1,10 Meter, gibt es einen eigenen Klettergarten. Gemeinsam mit der SPD im Stadtbezirk Huckarde soll es jeden ersten Dienstag im Monat einen Aktionstag geben. Dann können Kinder und Jugendliche zu ermäßigten Preisen kraxeln.
Noch sorgen sich die Betreiber über Vandalismusschäden. Bereits während der Bauzeit gab es am Kassenhäuschen eine eingeschlagene Scheibe, zudem wurde Baumaterial umgeworfen. "Wir suchen gemeinsam mit dem Revierpark Wischlingen nach Lösungen, um dieses Problem zu beseitigen", erklärt Bela Kubick.
So seien Hundeführer im Gespräch, die über Nacht das Gelände im Auge behalten. Sogar über eine satellitengesteuerte Überwachung mit Kameras werde nachgedacht.
Der Klettergarten ist nicht die letzte Idee von Uwe Büscher und Bernhard Rechmann. So viel steht fest. Auf dem Fußballrasenplatz gegenüber des Hochseilgartens könnte künftig Openair-Kino stattfinden.
"Etwa 3000 Euro kostet eine Filmvorführung auf Großleinwand", hat Rechmann ausgerechnet. Noch suche der Revierpark nach Investoren. Investoren könnten durch eigenes Catering und Werbung profitieren.
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