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Notfallpraxis wird zu Ärzte-Büros

17.01.2013 | 00:09 Uhr
Notfallpraxis wird zu Ärzte-Büros
Notfalldienst Krankenhaus Dortmund WestFoto: Jochen Linz/PiLi

Im Westen.   Zum 1. Februar schließt die kassenärztliche Kassenvereinigung Westfalen-Lippe die Notfalldienst-Praxis am katholischen Krankenhaus Dortmund-West. Für Patienten bedeutet das weitere Wege zur Hilfe.

Chefärzte-Büros statt Behandlungs-Zimmer: Die bisherigen Räume des hausärztlichen Bereitschaftsdienstes am Katholischen Krankenhaus Dortmund-West, die die kassenärztliche Vereinigung Westfalen-Lippe (KVWL) zum 1. Februar aufgibt (wir berichteten), werden zu Büros der Chefärzte der Inneren Abteilungen am Hospital. Das teilte das Krankenhaus gestern auf Nachfrage mit.

Damit vollzieht sich an dem Haus nach der Inbetriebnahme der neuen Zentral-Ambulanz ZAD (Zentrale Aufnahme- und Diagnostik-Abteilung) Mitte Dezember ein weiterer Schritt der räumlichen Neuorganisation.

Die Kommunikation leitender Mediziner verbessern

„Es geht um eine überschaubare Raumgröße“, erklärte Thomas Tiemann, Geschäftsführer der St. Lukas-Gesellschaft, zu der auch das katholische Krankenhaus gehört. Mit dem Umbau der Räume zu Chefärzte-Büros der internistischen Abteilungen könne das Krankenhaus sämtliche Chefarzt-Büros, auch die der anderen Fachabteilungen, an einer Stelle im Haus konzentrieren und damit die Kommunikation der leitenden Mediziner verbessern.

Für die Patienten ist allerdings die Aufgabe der hausärztlichen Bereitschaftspraxis die unmittelbarer Veränderung; sie müssen weitere Wege in Kauf nehmen, wenn ihre Hausarztpraxis geschlossen hat und sie dennoch ärztliche Hilfe benötigen: Ab Freitag, 1. Februar, müssen Patienten außerhalb der Sprechzeiten ihrer Hausärzte an Wochenenden und Feiertagen die dann in ganz Dortmund einzige Bereitschaftsdienstpraxis am Klinikum in der Stadtmitte (Beurhausstraße 26) aufsuchen – oder das Stadtgebiet verlassen. Für den Dortmunder Westen kommen die Bereitschaftspraxen in Castrop-Rauxel (St. Rochus-Hospital, Wittener Str. 51) oder möglicherweise sogar in Bochum (St. Josef-Hospital, Gudrunstr. 56) in Frage.

Zu wenig Patienten

Die KVWL begründet die Schließung der Praxis im Dortmunder Westen mit zu wenigen Patienten. So seien im Schnitt dienstags oder donnerstags „im Schnitt lediglich drei Patienten“ gekommen; auch an Wochenenden „war das Patientenaufkommen niedrig“, erklärt die KVWL.

Die KVWL hatte vor eineinhalb Jahren den hausärztlichen Notfalldienst umorganisiert und zentrale Bereitschaftspraxen in Westfalen eingerichtet.

Carsten Menzel

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