Das aktuelle Wetter Dortmund 6°C
Kath. Krankenhaus West

Notfallpraxis wird zu Ärzte-Büros

16.01.2013 | 19:00 Uhr
Notfallpraxis wird zu Ärzte-Büros
Notfalldienst Krankenhaus Dortmund WestFoto: Jochen Linz/PiLi

Im Westen.   Zum 1. Februar schließt die kassenärztliche Kassenvereinigung Westfalen-Lippe die Notfalldienst-Praxis am katholischen Krankenhaus Dortmund-West. Für Patienten bedeutet das weitere Wege zur Hilfe.

Chefärzte-Büros statt Behandlungs-Zimmer: Die bisherigen Räume des hausärztlichen Bereitschaftsdienstes am Katholischen Krankenhaus Dortmund-West, die die kassenärztliche Vereinigung Westfalen-Lippe (KVWL) zum 1. Februar aufgibt (wir berichteten), werden zu Büros der Chefärzte der Inneren Abteilungen am Hospital. Das teilte das Krankenhaus gestern auf Nachfrage mit.

Damit vollzieht sich an dem Haus nach der Inbetriebnahme der neuen Zentral-Ambulanz ZAD (Zentrale Aufnahme- und Diagnostik-Abteilung) Mitte Dezember ein weiterer Schritt der räumlichen Neuorganisation.

Die Kommunikation leitender Mediziner verbessern

„Es geht um eine überschaubare Raumgröße“, erklärte Thomas Tiemann, Geschäftsführer der St. Lukas-Gesellschaft, zu der auch das katholische Krankenhaus gehört. Mit dem Umbau der Räume zu Chefärzte-Büros der internistischen Abteilungen könne das Krankenhaus sämtliche Chefarzt-Büros, auch die der anderen Fachabteilungen, an einer Stelle im Haus konzentrieren und damit die Kommunikation der leitenden Mediziner verbessern.

Für die Patienten ist allerdings die Aufgabe der hausärztlichen Bereitschaftspraxis die unmittelbarer Veränderung; sie müssen weitere Wege in Kauf nehmen, wenn ihre Hausarztpraxis geschlossen hat und sie dennoch ärztliche Hilfe benötigen: Ab Freitag, 1. Februar, müssen Patienten außerhalb der Sprechzeiten ihrer Hausärzte an Wochenenden und Feiertagen die dann in ganz Dortmund einzige Bereitschaftsdienstpraxis am Klinikum in der Stadtmitte (Beurhausstraße 26) aufsuchen – oder das Stadtgebiet verlassen. Für den Dortmunder Westen kommen die Bereitschaftspraxen in Castrop-Rauxel (St. Rochus-Hospital, Wittener Str. 51) oder möglicherweise sogar in Bochum (St. Josef-Hospital, Gudrunstr. 56) in Frage.

Zu wenig Patienten

Die KVWL begründet die Schließung der Praxis im Dortmunder Westen mit zu wenigen Patienten. So seien im Schnitt dienstags oder donnerstags „im Schnitt lediglich drei Patienten“ gekommen; auch an Wochenenden „war das Patientenaufkommen niedrig“, erklärt die KVWL.

Die KVWL hatte vor eineinhalb Jahren den hausärztlichen Notfalldienst umorganisiert und zentrale Bereitschaftspraxen in Westfalen eingerichtet.

Carsten Menzel



Kommentare
Aus dem Ressort
Räuber besprüht 53-Jährige mit Reizgas
Frau bedroht
Ein unbekannter hat in der Nacht zu Freitag eine 53-Jährige, die zu Fuß in Oespel unterwegs war, ausgeraubt. Der Mann überraschte sie, zog an ihrem Rucksack - drohte, sie umzubringen und besprühte die Frau mit Reizgas.
Fördermittel für Sanierung der "Hansa"-Kühltürme bewilligt
1,9 Millionen
Mit einer guten Nachricht im Gepäck hat NRW-Bauminister Minister Michael Groschek die Kokerei Hansa besucht. Denn die Sanierung der Kühlturmgerüste der Kokerei Hansa darf beginnen, die beantragten Mittel der Städtebauförderung wurden bewilligt.
Einbruch beim Theaterverein Heiterkeit
Kurz vor der Premiere
Bislang unbekannte Täter sind in das Lager des Huckarder Theatervereins Heiterkeit eingebrochen und haben das komplette Werkzeug mitgenommen. Ein Desaster für die Bühnenbauer - denn am Wochenende ist die Premiere des neuen Weihnachtsstücks.
3000 Kugeln gegen Krebs
Spenden-Aktion
Rebecca Paschke ist eine von diesen Frauen, die eigentlich immer in Bewegung sind. Rumsitzen ist nicht ihr Ding und Nichtstun erst recht nicht. Ich habe jeden Tag irgendeine gute Idee, sagt sie. Kürzlich war es sogar eine glänzende.
Telefone einer HNO-Praxis blieben zwei Wochen stumm
Technische Umstellung
Normalerweise ist Klaus-Jürgen Driller Experte für die Beseitigung alle Formen von Halsbeschwerden. Doch in diesem Monat bekam der Lütgendortmunder Hals-, Nasen-, und Ohrenarzt selbst einen ziemlich dicken Hals. Kein Virus war schuld, sondern die Telekom.
Fotos und Videos
Neonazis in Dortmund
Bildgalerie
Rechtsradikale
83 Kilometer Emscher
Bildgalerie
Aus der Luft
Zocken im U-Turm: Die Next Level Conference
Bildgalerie
Fotostrecke
Black Sabbath in Dortmund
Bildgalerie
Fotostrecke