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CDU Dorstfeld

Negativ-Image nicht verdient

26.01.2012 | 17:46 Uhr
Negativ-Image nicht verdient
Die Zufahrt zum Dorstfelder Hellweg ist gesperrt. Wilhelm Schulte-Coerne würde die Zufahrt gerne öffnen. Foto: Jochen Linz

Dorstfeld.Die Empörung bei der Dorstfelder Ortsunion ist groß. „Unser Stadtteil“, sagt deren Chef Wilhelm Schulte-Coerne, „ist im vergangenen Jahr in den Medien fast nur noch in Verbindung mit einigen hier wohnenden demokratiefeindlichen Rechtsradikalen genannt worden.“ Ein solch furchtbares und einseitiges Image habe Dorstfeld nicht verdient. Diese Einschätzung sei einfach ungerecht.

Für den CDU-Politiker ist es „wichtig und richtig, mit bürgerschaftlichem Engagement und allen zur Verfügung stehenden rechtsstaatlichen Mitteln gegen den Extremismus vorzugehen. Das ist jedoch eine Aufgabe, die sich nicht nur in Dorstfeld stellt.“

Schulte-Coerne beobachtet die Szenerie seit etlichen Jahren. Sein Eindruck: „In Dorstfeld leben rund 15.500 Bürger, die in keinster Weise anfällig sind für rechtsradikale Parolen.“ Vielmehr sei das Gegenteil der Fall: Dorstfelder zeigten stets gemeinsam Flagge gegen Neonazis und ließen ihr Alltagsleben nicht von den Ewiggestrigen beeinträchtigen. In seinem Stadtteil habe man es mit zwei Gruppen zu tun, erklärt Schulte-Coerne: „Da sind zum einen die Autonomen Nationalisten. Die tarnen sich, fallen äußerlich kaum auf und arbeiten gern im Internet. In Oberdorstfeld haben wir es zum anderen mit den Glatzköpfen zu tun. Die zeigen Präsenz und sind gewaltbereit.“

Ungeachtet der ungelösten Probleme der rechten Szene wüssten aber die Bürger, so der Christdemokrat, wie gut es sich in Dorstfeld leben ließe: „Wir haben alle Schulformen, viele interessante Freizeiteinrichtungen für alle Altersgruppen, bezahlbare Wohnungen, nahezu optimale Anschlüsse an sämtliche Verkehrsnetze, ein aktives Vereinsleben und nicht zuletzt ein freundliches, ja fast dörfliches Miteinander. All das wissen die Menschen vor Ort zu schätzen.“

Wilhelm Schulte-Coerne wüsste es überdies zu schätzen, wenn die Verwaltung endlich grünes Licht gebe für die Öffnung des Dorstfelder Hellwegs. Denn erst ein geöffneter Hellweg, ist der CDU-Mann überzeugt, „belebt unseren Ortskern nachhaltig. In Unterdorstfeld nämlich machen immer mehr Geschäfte dicht. Wenn da nichts geschieht, stirbt der Ort. Die Öffnung bleibt auch in diesem Jahr auf der Agenda der CDU-Ortsunion Dorstfeld. Einhergehend mit dem Eintreten für eine Verbesserung der Nahversorgung.“

Norbert Jacobs

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Kommentare
27.01.2012
17:12
Negativ-Image nicht verdient
von Schlageter2 | #4

Das Negativ-Image Dorstfelds beruht nicht auf den Verhältnissen vor Ort - die sind nämlich ganz in Ordnung - sondern von den häufigen und nicht selten übertriebenen Berichten in den Medien. Da darf man sich dann über ein schlechtes Image nicht wundern.

27.01.2012
12:48
Wenn zwei deutsche dortfelder Familien über...
von eksom | #3

Nacht- und Nebelaktionen von den Nazis aus Dortsfeld fliehen müssen und alle Dorstfelder schauen nur zu, oder zucken nur mit den Schultern, dann stimmt da in Dorstfeld etwas nicht, oder? Die Politik (und auch die Justiz und die Polizei) haben hier (in Dorstfeld) auf ganzer Linie mit allen Parteien versagt!

26.01.2012
18:21
Negativ-Image doch verdient!
von eksom | #2

Dank der Bundes CDU und dessen Vorsitzende mit permanenten fremdenfeindlichen Äußerungen (Zitate: "Leitkultur", oder "christlich-jüdische Wurzeln"...) !) sind die Rechten jetzt im ganzen Land salonfähig!
Nach Meinungen vieler Migranten/Innen ist die CDU-CSU eine "bräunliche" Anti-Islam und Anti-Türken-Partei! Herr Koch´s Äußerungen sind bis heute auch noch nicht vergessen!

26.01.2012
18:18
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von Swatson | #1

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1 Antwort
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von bolla | #1-1

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