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Nächtliche Hunde-Streifen sollen Randalierer aus dem Revierpark vertreiben

06.08.2012 | 18:05 Uhr
Nächtliche Hunde-Streifen sollen Randalierer aus dem Revierpark vertreiben
Nicht nur das Allwetterbad, sondern das gesamte Areal des Revierparks wird jetzt nachts kontrolliert.

Wischlingen.   Weil Randalierer zuletzt erheblichen Schaden angerichtet haben, bewacht jetzt ein Sicherheitsdienst den Revierpark in den Nachtstunden. Die Security-Männer haben Hunde dabei und den klaren Auftrag, ungebetene Gäste des Parks zu verweisen.

Nicht die maue Besucherbilanz des ersten Halbjahres, sondern der zunehmende Vandalismus in den Nachtstunden verhagelt Revierpark-Geschäftsführer Bernd Kruse aktuell die Laune. Deshalb wird eine neue Hausordnung der Freizeiteinrichtung in Wischlingen jetzt auch strikt umgesetzt: Ein Sicherheitsdienst läuft in der Nacht mit Hunden Streife durch das Gelände und hat die klare Anweisung, ungebetene Gäste des Parks zu verweisen.

„Das waren keine Jugendstreiche mehr“, beschreibt Bernd Kruse gegenüber unserer Zeitung die Vorfälle aus der letzten Zeit. Insbesondere die Außenbecken und das Mobiliar des Allwetterbads hat demnach der reine Zerstörungswille nächtlicher Besucher getroffen, die nicht nur Anlagenteile zerlegt haben. „Die hatten Blumenkübel, Tische und Stühle ins Wasser geschmissen“, erklärt Bernd Kruse. Mit Folgen für die Kasse wie fürs Personal des Parks.

„Vandalismusschäden sind nicht versichert“

„Vandalismusschäden sind nicht versichert“, erklärt der Geschäftsführer und schätzt alleine den zuletzt entstandenen Schaden auf „5000 bis 10 000 Euro“. Außerdem muss nach solchen Vorfällen das gesamte Badpersonal morgens früh ran, damit „möglichst bis zur Öffnung um 8 Uhr das Becken wieder sauber und das Wasser gereinigt ist“.

Gesamten Außenanlagen werden kontrolliert

Das Allwetterband mit seinem Solebecken und der Saunalandschaft ist nur ein, wenn auch ein zentraler Teil des Revierparks Wischlingen.

Zu den weiteren Angeboten gehört etwa der Hochseilklettergarten („Tree2Tree“), in dem die Besucher über Seilbrücken und -konstruktionen von Baum zu Baum gelangen.

Der Wischlinger See bietet zudem die Möglichkeit für Bootsausflüge, außerdem gibt es eine Minigolfanlage. Schlittschuhlaufen in der Eislaufhalle ist nur während des Winterhalbjahres möglich.

Die gesamten Außenanlagen der Freizeiteinrichtung inklusive der Gastronomie, werden von der nächtlichen Streife jetzt kontrolliert. Das gilt auch für den bisher auch nachts zugänglichen Teil des Revierparks.

Das sei allerdings nicht immer zu schaffen; in Ausnahmefällen, wenn die Reinigung länger dauert, können die Besucher anfangs nur die innenliegenden Becken benutzen. Die Beseitigung der Schäden „kostet Geld und Zeit“, konstatiert der Park-Chef.

Parkordnung geändert

Kruse spricht von einem „veränderten Verhalten“, stellt mehr Zerstörungswut fest und urteilt: „Das ist einfach unfassbar ärgerlich.“ Auch bisher habe der Park, und insbesondere das Bad, nachts Besuch bekommen. „Die sind über die Zäune geklettert und sind schwimmen gegangen.“ Das sei zwar auch verboten, aber es sei keinem ein Schaden entstanden, unterscheidet Kruse.

Um das Bad wie die Einrichtungen im Park vor nächtlicher Randale zu schützen, patrouillieren jetzt gezielt Mitarbeiter einer externen Sicherheitsfirma mit Hunden über das Gelände. Die Parkordnung sei zudem so geändert, dass die Streifen das Hausrecht durchsetzen können und ungebetene Gäste des Parks verweisen dürfen.

Das schlechte Wetter kostet den Revierpark viele Besucher

Weniger Sorgen macht Kruse das schlechte Wetter, auch wenn er mit Blick auf die gezählten Gäste im Juni von einem „Schreckensmonat“ spricht, der „wehgetan hat“. Die Zahlen, die er nennt, belegen die Einordnung: „Sonst kommen wir auf fast 20 000 Besucher, in diesem Jahr waren es im Juni nur die Hälfte.“ Dafür sei der gerade abgelaufenen Juli mit 8 000 Besucher mehr als im Vorjahresmonat wieder besser gelaufen. In der Summe, so Kruse, habe das erste Halbjahr in der Summe „keinen Besucherrückgang gebracht“.

Durch das beheizte Sole- und die Innenbecken habe das Allwetterbad nicht so stark unter dem schlechten Sommerwetter zu leiden wie andere Freibäder.

Am meisten betroffen vom wechselhaften und eher durchwachsenen Sommerwetter seien die Aushilfen: Die müssten sich flexibel zeigen. Wenn ein Regentag schon zu Beginn wenig Besucher erwarten lasse, „schicken wir die Aushilfen nach Hause und buchen sie für andere Tage neu.“

Carsten Menzel

Kommentare
07.08.2012
13:35
@Pumeluk2 | #3
von vaikl2 | #4

Was beinhaltet denn für Sie das Arbeitsverhältnis "Aushilfe"? Stundenlanges Rumsitzen und Nasepopeln gegen Geld?

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