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Dreifachturnhalle

Nach 40 Jahren endlich am Ziel

05.10.2012 | 18:54 Uhr
Nach 40 Jahren endlich am Ziel
Die neue Sporthalle am Reinoldus und Schillergymnasium rückt näher. Gestern war Richtfest.Foto: Kevin Schrief

Dorstfeld. Stürmisch war es gestern Morgen auf dem Baufeld an der Hallerey 49 in Dorstfeld. So stürmisch, dass gar der grüne Richtkranz drohte, aus der Verankerung zu reißen. Auch beim Förderverein des Reinoldus- und Schillergymnasiums (RSG) standen die Zeichen lange auf Sturm. Seit 1972 wartet man dort auf eine neue Turnhalle. Dieser untragbare Zustand ist aber nunmehr Geschichte. Grund: Gestern nämlich fand es tatsächlich statt. Das Richtfest anlässlich des Sporthallen-Neubaus. Fertigstellung des 2,8 Mio. Euro teuren Gebäudes: April 2013.

Im April des nächsten Jahres wird die neue Sportstätte nutzbar sein

Jahrzehnte hat die Schulleitung am RSG auf eine neue Sportstätte gewartet. Da konnte es Rektorin Sabine Neuser locker verschmerzen, dass ihr wichtigster Gast gestern eine Viertelstunde zu spät kam. OB Ullrich Sierau steckte im Stau. Hatte aber im Rahmen einer kleinen Feierstunde in der Aula des Gymnasiums dennoch Wichtiges zu sagen. Etwa, dass er sich darüber freue, dass der ursprüngliche Zeitplan für die hochmoderne Dreifachturnhalle noch unterboten würde. Denn er sehe an der großen Beteiligung, wie sehnsüchtig ganz Dorstfeld auf die neue Sporthalle warte.

„Und dies zu Recht“, bekräftigte der OB. „Zu einem guten schulischen Bildungsangebot gehört immer auch ein gutes Sportangebot. Sport hat für das Lernen, für die gesunde Entwicklung der Kinder und auch für das Klima an der Schule eine große Bedeutung.“ In diesem Zusammenhang grüßte Sierau mit Filip Adamski und Kristof Wilke zwei ganz besondere Dortmunder Sportler im Publikum. Die beiden gehören dem Deutschen Ruder-Achter an, der bei den Olympischen Sommerspielen in England jüngst die Goldmedaille gewann. Natürlich hatten die beiden Athleten das Edelmetall bei sich, hielten es strahlend in die Menge und ernteten wiederholt großen Beifall für ihre herausragende Leistung.

Sierau zu den Dortmunder Goldjungs: „Mit ihrer Teilnahme hier und heute setzen sie einmal mehr ein deutliches Zeichen für den Schul- und Vereinssport. Denn sie wissen: Auch Olympiasieger fallen nicht vom, Himmel, sondern haben von klein auf in der Schule und dem Verein erste sportliche Erfolge gefeiert.“

Apropos Erfolg - einen weiteren vermeldete der OB beim Geldsparen. Durch eine Ausschreibung, die sich ausdrücklich an Anbieter von Systembauhallen gerichtet habe, erklärte Ullrich Sierau, sei es gelungen, die Baukosten um etwa eine Million auf nunmehr rund 2,8 Millionen Euro zu senken.

RSG-Schulleiterin Sabine Neuser lobte in ihrer Rückschau derweil die Beharrlichkeit und Hartnäckigkeit des hiesigen Fördervereins. Seit acht Jahren sei sie in leitender Funktion am Reinoldus- und Schiller-Gymnasium tätig. Und seit eben dieser Zeit kämpfe sie - mit Eltern, Schülern und dem Förderverein - für eine neue Sporthalle.

Gestern verkündete sie stolz: „Alle Anstrengungen haben sich am Ende doch noch gelohnt. „Was lange währt, wird endlich gut.“

Norbert Jacobs



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