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Mysteriöser Wassereinbruch ärgert Hausbesitzer in Dortmund

23.03.2016 | 10:17 Uhr
Mysteriöser Wassereinbruch ärgert Hausbesitzer in Dortmund
Heinrich Wydra in seinem nassen Keller an der Martener Straße in Dortmund. Dort wo er das Wasser nicht abpumpen kann, kommt der Sauger zum Einsatz.Foto: vom Büchel

Marten.  Seit dem vergangenen Sommer läuft Wasser in die Keller von Häusern an der Martener Straße. Erst haben die Hausbesitzer gepumpt und gewartet. Doch das Wasser floss weiter. Die Stadt prüfte Wasserleitungen und Kanäle: vergeblich. Wir haben drei betroffene Hausbesitzer besucht.

Anfang März hatten Bewohner der Martener Straße in Dortmund es endgültig satt: Seit Monaten dringt Wasser in ihre Häuser ein. "Sie müssen uns helfen", appellierte ein Hausbesitzer an die Beszirksvertretung Lütgendortmund. Dort hatten die Martener ihr Problem geschildert, denn Ortstermine mit der Stadtverwaltung blieben bislang ergebnislos.

"In meinem Keller plätschern mehrere Quellen"

"In meinem Keller plätschern mehrere Quellen", berichtete Heinrich Wydra den Politikern. Seinem Sohn gehört das Haus Martener Straße 313. Seitdem im vergangenen Sommer die Arbeiten an der Fahrbahn vor seinem Haus beendet wurden, gibt es die Probleme, schildert er die Situation aus seiner Sicht.
Zunächst glaubte Wydra, das Wasser würde schon wieder verschwinden und setzte Pumpen ein. Doch das Problem wurde, so der Martener, immer schlimmer. "Die Pumpen laufen eigentlich permanent." Auch beim Besuch unserer Zeitung steht ein Teil des Kellers unter Wasser.

Kein Rohrbruch

Vor Weihnachten hat er bei der Stadt Dortmund Alarm geschlagen. Die schickte auch zwei Mitarbeiter. Weil das Wasser in Wydras Keller glasklar ist, tippten sie auf einen Rohrbruch. Das wurde dann überprüft. Aber es war kein Leitungsbruch feststellbar. "Danach wurde ein Farbstoff ins Abwasser gegeben. Auch ohne Erfolg. Das Wasser blieb klar", berichtet der Martener, der nicht als einziger betroffen ist.

Sein Nachbar Salih Altuntepe, der im Haus Nr. 315 wohnt und dort ein Obst- und Gemüsegeschäft betreibt, klagt ebenfalls über Wasser im Keller. "Bei mir ist es weniger, weil mein Haus neuer ist und ein Betonfundament hat. Aber auch ich muss ständig pumpen."

"Dann muss ich verkaufen"

Auf der anderen Straßenseite im Haus Nr. 334 wohnt Ursula Hilckmann. Auch sie hat Probleme mit Wassereinbrüchen. "Ein Vermögen habe ich schon ausgegeben für Anti-Schimmel-Mittel", sagt sie. Inzwischen ist ein unangenehmer Modergeruch aber schon in ihrem Hausflur zu riechen. Und das steinerne Fundament im Keller beginnt sich wie auch in Wydras Haus zu wölben. "Es muss etwas passieren", klagt Ursula Hilckmann. "Denn wenn durch das Wasser erst große Schäden am Fundament entstehen, kann ich das nicht mehr stemmen. Dann muss ich das Haus verkaufen."

Matthias vom Büchel

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Mysteriöser Wassereinbruch ärgert Hausbesitzer in Dortmund
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2016-03-23 10:17
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