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Motorradrowdys ärgern Anwohner

20.06.2007 | 09:30 Uhr

Groppenbruch. Bei schönem Wetter ist es auf den Terrassen vieler Häuser an der Groppenbrucher Straße nicht auszuhalten. "Unterhaltungen sind teilweise kaum möglich. An den Mittagsschlaf unseres Sohnes ist nicht zu denken", schimpft Markus Dreihaus.

Die angrenzende Halde der Montan-Grundstücks-Gesellschaft (MGG) auf Waltroper Seite wird von Quad- und Motocrossfahrern genutzt - unerlaubterweise. Nachmittags und vor allem an den Wochenenden knattern die Motorräder über die Hügel der Halde. "Kennzeichen sind abgehängt oder umgeknickt, manche Fahrzeuge sind überhaupt nicht angemeldet", beobachtete Dreihaus.

Als der junge Familienvater einige der Sportler um Verständnis bat, kassierte er einen Faustschlag mitten ins Gesicht. Das reichte ihm. Jetzt wandte er sich mit dem Problem an den Grünen-Ortsverband Mengede, der auf einer Ortsbegehung am Dienstag alle Kräfte mobilisierte: Polizei, Stadt, MGG sowie die Naturschutzbünde.

Fünfzehn weitere Anwohner erschienen ebenfalls, um ihrem Ärger Luft zu machen.

So hätten sich die Betroffenen bereits an die Polizei gewandt, die zwar stets ausgerückt seien, aber nicht viel ausrichten konnte, weil die Motorradfahrer beim Anblick der Ordnungshüter fluchtartig das Weite suchten. "Wenn wir die Sportler antreffen, gibt es die Möglichkeit, Platzverweise auszusprechen, wenn sich Anwohner gestört fühlen", sagt der Mengeder Bezirksbeamte Heribert Lohmüller. "Da es sich aber um ein Privatgrundstück handelt, greift das Straßenverkehrsrecht nicht." Klartext: Es kann auf Privatgrund niemand belangt werden, der ein verkehrsunsicheres Fahrzeug führt. Das Immissionsschutzgesetz jedoch trete bei Lärmbelästigung in Kraft.

Lohmüller wies darauf hin, dass es an den Zuwegungen keinen Hinweis darauf gäbe, dass es sich um Privatgrund handelt. Thomas Hofmann von der MGG will das ändern. An der Zufahrt von der Emscherallee aus soll schnellstmöglich ein entsprechendes Schild, zudem eine Absperrung installiert werden. "Wir hoffen damit, das Problem zu lösen", sagt Hofmann.

Die Anwohner wollen diese Maßnahmen abwarten, um zu sehen, ob sich die Situation verbessert. "Auch wir werden das Problem im Auge behalten und die Bewohner gegebenenfalls weiterhin unterstützen", versprach Rita-Maria Schwalgin von den Grünen.

Von Jens Ostrowski

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