Das aktuelle Wetter Dortmund 14°C
Nord-West

Migranten durch Feste ansprechen

30.01.2009 | 18:15 Uhr

Mengede. Das Mengeder Stadtbezirksmarketing bereitet neue Wege vor. Während der kommenden Marketingrunde am Freitag, 6. Februar, im Gemeindehaus der evangelischen Noah-Gemeinde in Nette wird der Kurs des Stadtbezirksmarketings neu diskutiert.

Das "mittelalterliche Gaudium" lockte an die 10 000 Besucher in den Volksgarten. Die Ritter kommen wieder am 5. Juni. (Foto: FR)

"Der Schritt ist nun fällig", erläutert Michael Konrad, Geschäftsführer des Stadtbezirksmarketings, und weist auf einige Eckpunkte der Vergangenheit hin. So habe sich mit dem Kunst- und Kunsthandwerkermarkt "Kunst in der Kaue" eine Ausstellung mit wachsender Breitenwirkung im Stadtbezirk Mengede etabliert.

Zahlreiche kleinere Veranstaltungen mit erfreulicher Resonanz, wie der Büchermarkt im Herbst vergangenen Jahres und nicht zuletzt das musikalische Programm in der Stadtteilbücherei haben den Stadtbezirk kulturell attraktiver gemacht. Im letzten Jahr zog mit dem "mittelalterlichen Gaudium" die erste Großveranstaltung unter Mitwirkung des Stadtbezirksmarketings in den Volksgarten ein. An die 10 000 Besucher waren bereits bei dieser ersten Veranstaltung zu verzeichnen, die vom 5. bis 7. Juni mit erweitertem Programm und Schaustellungen wieder stattfinden wird.

Allerdings sieht Konrad hier auch eine konzeptionelle Grenze, die zum Überschreiten reizt. Denn die Kulturförderung hat bewiesen, dass sie funktioniert; nun soll sie genutzt werden, um weiteren Anliegen auf die Sprünge zu helfen: "Was wir anstreben ist unter anderem, verstärkt Jugendliche anzusprechen und insbesondere den Aspekt der Integration stärker zu gewichten." Dabei sieht er gerade in der Einbindung von Festen und kulturellen Events mit Integrationsarbeit ein erfolgversprechendes Vehikel.

Kunstaktion für Jugendliche möglich

"Wir haben es doch gesehen. Wenn auf dem Michaelisfest die Gruppen mit Migrationshintergrund aufgetreten sind, war es vor der Bühne rappelvoll."

Tanz und Musik ist allerdings nicht das einzige, das Konrad einfällt. Vielmehr gehe es darum, mit einem Kaleidoskop von Veranstaltungen und Angeboten etwa Jugendliche anzusprechen. So seien derzeit Kunstaktionen im Stadtbezirk von Jugendlichen im Gespräch. "Hier werden wir gezielt zusammen mit den bewährten Multiplikatoren z. B. in den Jugendfreizeitstätten auf die Jugendlichen zugehen", erläutert Konrad. Weitere, möglichst eine Vielzahl, anderer Ideen sollen im Gefolge der Marketingrunde umgesetzt werden. "Wir werden uns in der Runde angeregt und konstruktiv unterhalten", ist sich Konrad sicher, "und dann werden wir uns mit sozialen Akzenten neu ausrichten, ohne das Erprobte zu verlassen."

Facebook
 
Kommentare
Trackbacks

Die Trackback URL zu diesem Artikel ist: http://www.derwesten.de/services/trackbacks/article/715227/create

UMFRAGE

Sollen Stehplätze in Fußballstadien abgeschafft werden?

 
Aktuelle Fotos und Videos
Sorge um "Hannibal"
Bildgalerie
Wohnkoloss
Karneval Blau-Rot
Bildgalerie
Fotostrecke
Mehr Container im Hafen
Bildgalerie
Fotostrecke
Einfach draufstellen und losfahren
Video
Electric-Skate-Day im...
Aus dem Ressort
Eine Mengederin kehrt heim
Harfenistin Meike Rath
Mengede.Berlin - Hamburg - München: Als freischaffende Harfenistin konzertierte Meike Rath in vielen deutschen Metropolen. Erfolge feierte die Künstlerin überdies im europäischen Ausland. Ein „erfüllender Schaffensbereich“, der aber auch viel mentale und körperliche Kraft kostete. Ihr Wunsch nun....
Neue elektronische Töne im Revierpark Wischlingen
Festival
Das Musik-Festival „PollerWiesen“ feiert am Pfingstsonntag Premiere in Dortmund. Nach den Erfolgen in Köln soll nun der Revierpark Wischlingen erobert werden. 16 zum Teil international bekannte Künstler wie DJ Koze, Moonbootica und Fritz Kalkbrenner wollen am 27. Mai bis 22 Uhr Gas geben.
Text