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Mehr Leben im Dellwiger Bach durch Totholz

13.11.2008 | 17:51 Uhr

Lütgendortmund. Mehr Leben im Dellwiger Bach durch totes Holz: In den kommenden Wintermonaten werden auf rund 2,5 Kilometern Baumstämme und Äste in das Gewässer eingearbeitet. Dadurch soll die Lebensqualität der tierischen Bewohner verbessert werden.

Ulrich Cziollek und Sylvia Junghardt erläutern die geplanen Maßnahmen am Dellwiger Bach. (Foto: Linz/PiLi)

245 verschiedene wirbellose Tierarten sind am und im Dellwiger Bach im Laufe der letzten 20 Jahre heimisch geworden. "Eintagsfliegen, Köcherfliegen, Flohkrebse, der Strudelwurm, Mucheln, Schnecken oder Stichlinge", zählt Patricia Bender von der Emschergenossenschaft einen kleinen Teil der Bachbevölkerung auf. Das sei eine gute Entwicklung, doch in dem Bachlauf stecke noch mehr Potenzial. Deshalb will die Emschergenossenschaft nun "Schützenhilfe" leisten.

Baumstämme und ganze Teile kleinerer Bäume werden in das Bachprofil gelegt. "Das Holz stammt aus der Umgebung oder von einer unserer Baumaßnahmen", erklärt Bender. Durch das Holz ergeben sich Strömungsunterschiede - wie stärker durchströmte Bereiche, aber auch Ruhezonen hinter den hölzernen Hindernissen. Das Totholz kann als Siedlungsplatz von den größeren wirbellosen Tieren genutzt werden. Dabei ist das Holz sowohl Versteck als auch Ruheraum, Besiedlungssubstrat und Nahrungsquelle. In den strömungsberuhigten Stellen leben zum Beispiel Fischlarven und Jungfische.

"Die Stämme und Äste werden ausreichend befestigt, damit durch Abflussaufstauungen nicht das Risiko von Überschwemmungen erhöht wird. Am Dellwiger Bach werden sie so in die Böschung und Sohle gegraben, dass sie nicht wegschwimmen können, der Hochwasserschutz ist gewährleistet", so Bender.

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