Leerstände bereiten Kummer
31.01.2012 | 18:56 Uhr 2012-01-31T18:56:00+0100
Lütgendortmund. Lütgendortmund.„Nein, die Situation in unserem Ortskern ist im Vergleich zu anderen Dortmunder Stadtteilen nicht bedrohlich. Dennoch sind uns die Leerstände an der Limbecker Straße natürlich ein Dorn im Auge“, sagt Lütgendortmunds Gewerbevereinschef Werner Hofmann. Seine Losung: Wehret den Anfängen. Sein Wunsch: Mehr Handel für Lüdo. Seine Hoffnung: Uni Dortmund und die IHK mögen hier Unterstützung leisten.
„Nein, die Situation in unserem Ortskern ist im Vergleich zu anderen Dortmunder Stadtteilen nicht bedrohlich. Dennoch sind uns die Leerstände an der Limbecker Straße natürlich ein Dorn im Auge“, sagt Lütgendortmunds Gewerbevereinschef Werner Hofmann. Seine Losung: Wehret den Anfängen. Sein Wunsch: Mehr Handel für Lüdo. Seine Hoffnung: Uni Dortmund und die IHK mögen hier Unterstützung leisten.
Hofmann traf sich gestern Morgen im Beisein seines Stellvertreters Uli Neidl mit Christian Korte, bei der IHK zuständig für Einzelhandel, Dienstleistungen und Stadtentwicklung.
Erstes Arbeitsgespräch
Im Hotel Specht gab es ein erstes Arbeitsgespräch. Das Ziel ist klar abgesteckt: Wege finden, um die „augenfällige Leerstandssituation im Ortskern“ zu verbessern. Diplom-Ingenieur Korte zeigte erste Wege auf: „Wir sollten über eine Standortanalyse nachdenken, die Schwächen und Stärken aufdeckt.“ Dabei sollten Fragen geklärt werden wie: Verfügt der Ortskern über ausreichend Parkplätze? Gibt es Angsträume? Wie steht es um die Barrierefreiheit? Wie sieht es mit Schmuddelecken aus? Kortes Vorschlag: Kontakt aufnehmen zur Uni Dortmund. Studenten der Fakultät Raumplanung könnten den Standort beispielsweise im Rahmen eines Projektes genauestens unter die Lupe nehmen und wichtige Hinweise geben. Einem Planer, der den Lütgendortmunder Ortskern nicht kenne, „fallen Missstände sofort auf“, so Korte.
Gewerbevereinschef Werner Hofmann bedauert immer noch, dass „uns mit Edeka ein ganz wichtiger Nahversorger weggebrochen ist. Damals hat es Probleme mit der Anlieferung gegeben. Dazu hatte Edeka über zu wenig Parkplätze geklagt. Ein neuer Nahversorger täte dem Ortskern richtig gut. Ebenso ein DM-Markt sowie ein Geschäft für Kinderbekleidung.“
600 freie Parkplätze
Für Uli Neidl, Vize beim Lütgendortmunder Gewerbeverein „Aktiv im Ort“, stimme zwar das Warenangebot. Nicht aber der Mix: „Da sehe ich für die Zukunft noch Handlungsbedarf.“ Werner Hofmann nickt beifällig. Und ergänzt: Viele junge Familien seien in der jüngeren Vergangenheit nach Lütgendortmund gezogen: „Die Kundschaft“, betont er mit Nachdruck, „ist da.“ Wichtig für ihn: „Wir müssen die Hauseigentümer bei unseren Gesprächen unbedingt mit einbinden.“ Denn die seien schließlich nicht unwichtig, wenn es um Pachtverhandlungen zwischen neuem Einzelhändler und Vermieter gehe.
Warum die Leerstände im Lütgendortmunder Ortskern leicht zunehmen? - Werner Hofmann hat auch keine schlüssige Antwort parat. An fehlenden Parkmöglichkeiten jedenfalls kann es nicht liegen. „Wir verfügen im Umfeld über 600 kostenlose Stellflächen. Mit Verlaub: Welcher Vorort kann da schon mithalten?“

12:55
Viele Immobilieneigentümer/Innen in und um Dortmund haben immer noch nicht bemerkt (kapiert!), dass die reale Kaufkraft der dortmunder Bevölkerung in den letzten 20-25 Jahren linear gesunken ist! Gleichzeitig stiegen aber die Lebenshaltungskosten und die Energiekosten um mehr als 72 %. Die Zeiten sind endgültig vorbei, wo in einigen dortmunder Vororten mehr als 20 € pro qm an Kaltmiete (für Ladenlokale) fordern kann! Da aber ein partieller Leerstand (bis 25%) einen Immobilieneigentümer nicht sofort negativ tangiert, lassen viele ihre Mietsache eher längere Zeit leer stehen, als es zu niedrigeren Mieten weiter zu vermieten! Sie können ja die Verluste mit den positiven Einkünften (solange sie noch welche haben!) ausgleichen! Also investiert auch ein Immobilieneigentümer kein Cent in die alte verbrauchte Immobilie um es attraktiver zu machen. Modernisierung und Sanierungen werden -wenn überhaupt- nur nach der billigsten 08/15 Methode gemacht. Erst wenn die Leerstandquoten die 50 % Marke erreicht hat, handeln einige intelligente Immobilieneigentümer noch rechtzeitig und reagieren schnell und richtig.
Die meisten Naiven warten verbissen und vergeblich auf bessere Zeiten.
Dann kommt in solchen Fällen für alle Schlafmützen sowieso meistens nach ca. 2 bis 4 Jahren die Zwangsversteigerung!
13:20
Was hat Lütgendortmund auch schon Großartiges zu bieten? Wenn ich aus den umliegenden Stadtteilen komme, kann ich da auch lieber bei mir vor der Haustür, im Indupark oder der Stadt einkaufen. Und kulinarisch oder kulturell hat der Lütgendortmunder Ortskern dann auch nicht so viel zu bieten, dass man da extra für hinfahren könnte.
Lütgendortmund hat einen schönen Orstkern mit vielen alten Häusern. Und in Sachen Kultur: schon mal was vom Piano gehört?
Soll natürlich Ortskern heißen.