Nord-West
Lederjacken statt Dirndl
30.10.2008 | 23:26 Uhr 2008-10-30T23:26:35+0100Oespel. (JuLe) Lederjacken statt Dirndl und E-Gitarre statt Pauken und Trompeten: Ein alternatives Oktoberfest wurde im evangelischen Gemeindehaus in Oespel gefeiert. Beim úRocktoberfestú war der Name Programm.
Die Oktoberfeste, die dieser Tage zuhauf gefeiert werden und dabei immer nur ein Abklatsch des großen Bruders aus München bleiben, sind meist nach demselben Rezept gestrickt und wenig innovativ.
Und da die meisten Oespeler sowieso nicht auf Trachten und Volksmusik stehen, wurde eben gerockt. Drei Coverbands sorgten für den Sound. Und der lockte die Oespeler: Der Saal des evangelischen Gemeindehauses war voll, von sieben bis siebzig Jahren waren alle Altersgruppen gekommen. Rainer Wilms, selber Rockband- und Gemeindemitglied, hatte die Idee, das "Rocktoberfest" zu veranstalten. Natürlich nicht nur, um sich und seiner Band mal einen Auftritt zu besorgen, wie er schmunzelnd versichert: "Wir wollten mal was Neues. Und ich freue mich sehr, dass das so gut angenommen wird." Seine Band "Eddie Current" präsentierte Coverversionen von Rockikonen wie Metallica, Pink Floyd und Joe Cocker. Das kam an: Es wurde mitgesungen, geklatscht und getanzt. Auch die úBlackyardsú verleiteten das Publikum zum mitrocken. So manche Kinder erkannten die Eltern gar nicht mehr wieder: Ein Junge zupfte den Kumpel am Ärmel und sagte: "Guck mal, deine Mama zappelt so." Spätestens beim Sound der letzten Band zappelten dann alle.
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