„Lassen keinen Flüchtling fallen“
09.01.2012 | 18:46 Uhr 2012-01-09T18:46:00+0100
Lütgendortmund.Knapp 150 Flüchtlinge zogen Anfang April des vergangenen Jahres vom Westfalendamm in die Stadtsiedlung Grevendicks Feld nach Lütgendortmund. Acht Monate später leben in den vier Häusern gerade noch 10 Prozent. „Unser Ziel ist es, die Verweildauer herunterzufahren. Das ist uns erfolgreich gelungen“, sagt der stellvertretende Leiter des Sozialamtes, Jörg Süshardt.
Tisch, Stuhl, Schrank, Bett, Küche: Die 45 bzw. 60 Quadratmeter großen Zimmer sind spärlich, aber effizient eingerichtet. „Wir sprechen hier von Übergangswohnungen“, erinnert Süshardt, schiebt aber gleich nach, dass „wir nach dem Auszug aus dem Grevendicks Feld niemanden fallen lassen“. Außendienstmitarbeiter des Sozialamtes treten mit Vermietern in ganz Dortmund in Kontakt. Drei Vorschläge werden den Flüchtlingen aus der Wohnraumvermittlung unterbreitet. „Wir beraten individuell, sind vor Ort und schauen, ob es mit Vermieter und Mieter passt. In der Regel passt es. Das zeigen die jüngsten Erfahrungswerte“, weiß Süshardt. Vermieter, so der 53-Jährige weiter, hätten natürlich ein gutes Gefühl. Denn sie wissen: „Das Sozialamt steht dahinter, zahlt die Miete. Wir sind Ansprechpartner für beide Parteien.“
Rückblick: Anfang des vergangenen Jahres hatten einige Anwohner lauthals protestiert, als sie von den Plänen der Verwaltung erfuhren, die Zentrale Kommunale Unterbringungseinrichtung für Flüchtlinge (ZKU) soll in die Stadtsiedlung Grevendicks Feld nach Lütgendortmund umziehen. Bei einer Bürgerversammlung Anfang Februar 2011 schlugen die Wogen im Gemeindehaus an der Westricher Straße turmhoch.
Ein knappes Jahr später, sagt Süshardt, könne man konstatieren: alle Aufregung sei seinerzeit vergebens gewesen. Denn: „Uns sind keine Übergriffe, keine Handgreiflichkeiten und keine polizeilichen Vorfälle bekannt. Und bis heute habe ich keinen Protestanruf aus der Bürger- beziehungsweise Anwohnerschaft erhalten.“ Einen großen Anteil am erfolgreichen Umzug vom Westfalendamm nach Lüdo und an der gelungenen Integration vor Ort durch die Vermittlung von Sprachkursen habe die „European Homecare GmbH“. Sandra Holtmann, lobt Süshardt leiste „großartige Arbeit“. Für die Einrichtungsleiterin ist es wichtig, „Flüchtlinge, die unsere Sprache nicht sprechen, umgehend in einem Deutsch-Kurs unterzubringen. Wir kooperieren mit der VHS, mit dem Christlichen Jugenddorf und dem Projekt Deutsch Lernen.“ Holtmanns Wunsch: Mehr ehrenamtliche Kräfte, die mit den Flüchtlingen vor Ort arbeiten.
Die Fluktuation im Grevendicks Feld ist hoch. Ständig werden der Einrichtung neue Flüchtlinge zugewiesen. Dabei hat Jörg Süshardt stets den Auftrag des Rates im Kopf, der da heißt: die Wohnungsintegration der Flüchtlinge im Grevendicks Feld zeitlich beschleunigen.
21:29
...für dieses Projekt! Ich habe den Pöbel, der die Ansiedlung des Flüchtlingsheimes mit plumpen Lügen und Vorverurteilungen verhindern wollte und ihren Mix aus Borniertheit, Stammtischgemütlichkeit und rassistisch-agressiver Grundstimmung in Lütgendortmund erlebt, und man konnte sich für "diese Deutschen" nur noch schämen.
23:13
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12:54
Flüchtlinge aus Serbien. Werden dort Menschen gefoltert. Werden dort Menschen aus politischen Gründen inhaftiert.
Oder sind Serben Wirtschaftsflüchtlinge?
12:53
flüchtlinge aus Serbien. Werden dort Menschen gefoltert. Werden dort Menschen aus politischen Gründen inhaftiert.
Ode sind Serben wirtschaftsflüchtlinge?
11:04
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10:46
Von der Idee bis zur Umsetzung ein gelungenes Projekt.