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Kontroverse Diskussion über Mobilfunk-Antenne

23.02.2013 | 05:00 Uhr
Die Funkantenne im Oespeler Ortskern wurde jetzt noch einmal erweitert.
Die Funkantenne im Oespeler Ortskern wurde jetzt noch einmal erweitert.Foto: Dönnewald

Die Modernisierung und Erweiterung des Funkmastes an der Borussiastraße in direkter Nähe zu einer Kindertagesstätte wird von den Oespelern kontrovers diskutiert. Viele haben sich aber auch noch nicht mit dem Thema beschäftigt, obwohl der Mast im Bereich eines Kindergartens steht.


Der Funkmast steht inmitten der Oespeler Geschäftsstraße, aus jedem Schaufenster kann man die Antenne sehen. Auch Karl-Heinz Kraus hat von seiner ehemaligen Tospelli-Apotheke einen freien Blick auf das Streitobjekt: "Mit der Genehmigung, diesen Mast aufzustellen, hat die Stadt Dortmund eklatant gegen ihre Fürsorge-Pflicht gegenüber ihren Bürgern, vor allem der Kinder, verstoßen."


Der Apotheker selber bekennt, seit über einem halben Jahr kein Mobiltelefon mehr benutzt zu haben, und ist sich bewusst, damit einer Minderheit anzugehören. "Trotzdem sollte die Gesundheit aller über dem Drang vieler, ständig erreichbar zu sein, stehen", sagt er.
Handy dicht am Ohr

Floristin Viola Wagner vertritt eine genau gegensätzliche Meinung und kritisiert Andersdenkende: "Alle Leute, die in den Urlaub fliegen, wollen möglichst kurze Wege zum Flughafen, aber keiner will in der Nähe eines Flughafens leben. Wer also Handys will, der muss auch mit den Antennen leben können."
Eine ihrer Kundinnen versteht die ganze Diskussion nicht: "Die Leute, ja selbst Kinder und Jugendliche, halten sich den ganzen Tag über die Handys direkt ans Ohr, aber wegen der Antenne auf dem Dach haben sie Angst um ihre Gesundheit?"
Noch kein Thema

Für einen Passanten ist die Problematik neu, denn selbst in vielen Gesprächen mit anderen Oespelern war die Antenne noch kein Thema: "Das liegt vielleicht daran, dass wir in Oespel viele Senioren haben, die mit Mobilfunk soviel nicht am Hut haben."
Und wie wird das Thema im Kindergarten diskutiert, in dessen Nähe der Mast steht? "Gar nicht", verrät eine Mitarbeiterin. "Die Mobilfunkantenne war bislang auch bei den Eltern kein Thema." Die kurze Umfrage zeigt, dass die Meinungsbildung in Oespel noch nicht abgeschlossen ist, vielleicht sogar noch gar nicht begonnen hat.

Von Holger Bergmann

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Kommentare
04.03.2013
14:23
Kontroverse Diskussion über Mobilfunk-Antenne
von ProOespelerLebensraum | #2

@hamicha
Wie man dem Artikel „Funkmast in der Nähe eines Kindergarten aufgerüstet“ vom 22.02.13 entnehmen kann, wurde die Antenne 2004 errichtet, fast zeitgleich mit einer Antenne im Ackerweg. Diese beiden Antennen sorgten 2004 für genug Zündstoff, so dass die Presse in zahlreichen Artikeln berichtete.
Siedlervereine und Bürgerinitiativen trafen sich mit dem Leiter des Umweltamtes und Vodafone im Gemeindehaus der evangelischen Kirche und diskutierten den Standort im 100 m–Bereich von Kindergarten und Schule. Hier konnte man die Arroganz von Vodafone erleben. www.pro-oespel.de
Der „Dortmunder Weg“ ist nur eine freiwillige Vereinbarung zwischen Mobilfunkbetreiber und Stadt Dortmund, man hat keine rechtliche Handhabe.
Wir beschäftigen uns in der Tat mit den gesundheitlichen Auswirkungen von elektromagnetischen Feldern bei längerem Aufenthalt.
Was wir erschreckend finden, sind die Gleichgültigkeit und die Argumente der Bürger . Man man kann sie einfach nicht hinter dem Ofen hervorlocken.

23.02.2013
17:45
Ach...........,
von hamicha | #1

hat seinerzeit denn überhaupt jemand gegen den Bau Einwände erhoben ? (Wir wohnen erst seit 2000 hier und da war das Ding glaub ich schon da )
Insbesonere wg. der Kindergartenbesucher?
Was ist mit den Kirchenbesuchern,Kunden der Geschäfte,übrigen Passanten und Anwohnern.Können die Gäste der Eisdiele unbesorgt ihr Eis vor dem Lokal geniessen?
Zudem existiert noch ein Funkmast der DB am Haltepunkt, der sich hoffentlich mit diesem Ding verträgt,nicht daß das Ganze noch miteinander kollidiert oder mutiert !
Und der Apotheker - immer auf die Gesundheit seiner Kunden bedacht -hätte diese doch schon seit Jahren mit Schildern und Aushängen warnen müssen den Ortskern wg. möglicher Strahlungsschäden unbedingt zu meiden.
Nur der Profi(t) läßt dies ausser Acht. Findet er sein Handy nicht mehr wieder ?
Gibt es in Oespel nicht sogar eine IG die sich mit solchen Dingen wie Abstrahlung
( z.B. von Stromtrassen ) beschäftigt ?

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