Junge starb im Schwimmbecken - Obduktion abgeschlossen

Das Schwimmbad des Revierparks Wischlingen: Hier ist nahe des Hallenbades ein Junge gestorben.
Das Schwimmbad des Revierparks Wischlingen: Hier ist nahe des Hallenbades ein Junge gestorben.
Foto: Oskar Neubauer
Was wir bereits wissen
Ein Junge ist am Freitag im Schwimmbad des Dortmunder Revierparks Wischlingen gestorben. Nach der Obduktion steht nun die Todesursache fest.

Wischlingen.. Im Dortmunder Revierpark-Bad Wischlingen ist am Freitag ein zehnjähriger Junge gestorben. Das Kind trieb gegen 18 Uhr leblos im beheizten Becken, das den Innen- und Außenbereich verbindet. Das Becken ist niedrig genug zum Stehen. Ein Sanitätsdienst, der beim benachbarten Reggae-Festival im Einsatz war, wurde ins Schwimmbad geschickt und leistete Erste Hilfe. Im Einsatz war auch ein Kindernotarzt.

Das Kind wurde per Krankenwagen in in die Klinik gefahren, doch jede Hilfe kam zu spät. Die Staatsanwaltschaft hatte Ermittlungen eingeleitet und eine Obduktion des Leichnams angeordnet. Das Ergebnis steht seit Dienstag fest: Dass das Kind ertrunken sei, könne nun ausgeschlossen werden, sagt Polizeisprecherin Nina Vogt. Die Todesursache war ein Herz-Kreislauf-Versagen - offenbar aufgrund einer bestehenden Vorerkrankung. "Wir gehen von einem tragischen Unglücksfall aus", so Vogt. Weil keine Straftat vorliegt, werden die Ermittlungen nun eingestellt.

Junge trieb leblos auf dem Wasser

Bernd Kruse, Geschäftsführer des Revierparks Wischlingen, äußerte sich am Montag bestürzt: "Wir empfinden große Trauer." Als das Kind im Becken trieb, hätten die Mitarbeiter gedacht, er tauche. Dann hätten sie ihn aber unmittelbar aus dem Wasser gezogen. Die Mitarbeiter hätten sofort mit der Reanimation begonnen.

Landgericht An dem Tag waren 3500 Besucher im Schwimmbad des Revierparks Wischlingen. Neben den Festangestellten, die in Erster Hilfe besonders geschult sind, seien auch Aushilfen im Dienst gewesen. "Die haben als Rettungsschwimmer die selbe Ausbildung", so Bäderchef Kruse.

Zudem würden alle regelmäßig geschult, um im Notfall schnell reagieren zu können. "Es passiert häufiger, dass unsere Mitarbeiter eingreifen müssen – aber an einen Todesfall kann ich mich während meiner Zeit beim Revierpark Wischlingen nicht erinnern", so Kruse.