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Jugendhaus in Deusen nimmt Form an

21.09.2012 | 18:08 Uhr
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Jugendhaus in Deusen nimmt Form an
Jugendliche und Eltern werkeln fleißig. Das Jugendhaus ist fast fertiggestelltFoto: Helmut Matzanke

Deusen. Fleißige Häuslebauer sind zurzeit in der evangelischen Gemeinde Deusen aktiv. Der Förderverein Begegnungszentrum Deusen „Wir lassen die Kirche im Dorf e.V.“ baut neben dem früheren Gotteshaus – heute ein Begegnungszentrum für Jung und Alt – ein Gebäude für die Jugend. Der Rohbau ist beinahe fertiggestellt. Nun kann mit dem Innenausbau begonnen werden.

Mit Jugendlichen und interessierten Eltern fand jetzt ein gemeinsamer Workshop zur Gestaltung der Inneneinrichtung des Jugendhauses statt. Die Mitwirkung der Jugendlichen scheint richtig.

400 Stunden in Eigenleistung

So wurden gemeinsam Fragen besprochen, um die Standorte von Tresen und elektrischen Geräten im Vorfeld festzulegen. Ein wichtiger Aspekt für die Jugendlichen ist auch die Farbgestaltung der Wände und Decken, sowie die Frage, ob die „Chill-Ecke“ nur mit Kissen oder mit einer Couch ausgestattet werden soll. Trotz 400 Stunden, von Jugendlichen und Eltern in Eigenleistung erbracht, wird davon ausgegangen, dass immerhin noch 100 000 Euro für das komplett in Holz erstellte Jugendhaus vom Förderverein aufgebracht werden müssen. Noch spucken jeden Samstag ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in die Hände, um den Eröffnungstermin des Jugendhauses Ende November auch halten zu können. Trotz dieser Baumaßnahme ist der Förderverein bemüht, weiterhin Veranstaltungen im Begegnungszentrum, dass heißt, in der ehemaligen Kirche stattfinden zu lassen. Die nächste öffentliche Veranstaltung, zu der es noch Restkarten gibt, findet an diesem Wochenende (21. und 22.) mit „Daniel Gogolla & friends in concert“ statt. Beginn ist jeweils um 19 Uhr. Der Reinerlös der beiden Konzerte ist für die Aktion „Kinderlachen“ bestimmt. Kartenbestellungen für die am 2. Oktober um 20 Uhr stattfindende „Black-and-Wihte-Party“ können unter deusenkirche@dokom.net angefordert werden. Weitere Informationen bei Jörg Katpowitz unter 01 77- 8 23 84 49.

Rückblick: Der Umbau der evangelischen Gustav-Adolf-Kirche in ein Begegnungszentrum hat seinerzeit für Aufsehen gesorgt. Und das nicht nur in Deusen.

Im Jahr 2004 schlagen in dem kleinen Stadtteil die Alarmglocken. Grund: Die evangelische Kirche steht unmittelbar vor der Aufgabe. Das nehmen die Bürger vor Ort so nicht hin. Sie werden umgehend aktiv, um besagtes Gotteshaus als sozialen Mittelpunkt umzuwidmen und zu erhalten.

Nur wenig später wird, eigens für das Projekt, der „Förderverein Begegnungszentrum Deusen - Wir lassen die Kirche im Dorf“ aus der Taufe gehoben.

Starke Gemeinschaft

Diese starke Gemeinschaft braucht Deusen auch, damit dieses einmalige Projekt später auch Wirklichkeit werden kann. Vorstandsmitglied Uli Küpper wurde seinerzeit nicht müde, an potente Geldgeber zu appellieren: „Bitte helfen sie uns mit Geld- und Materialspenden, damit wir unsere gesteckten Ziele erreichen können“. Sein nimmermüder Einsatz, aber auch der seiner Mitglieder hat sich letztlich ausgezahlt.

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