Jugendforum gegen Sparpläne
22.04.2011 | 14:39 Uhr 2011-04-22T14:39:00+0200
Lütgendortmund. Das Angebot in den Jugendfreizeitstätten des Stadtbezirks darf nicht städtischen Sparzwängen zum Opfer fallen – so die Forderung des Jugendforums. Jungpolitiker und Jugendliche unterstrichen das jetzt bei einem Aktionstag in der Jfs Lütgendortmund.
„Der Aktionstag wurde maßgeblich von den Jugendlichen geplant“, sagt Martin Trunschel, für die Junge Union im Jugendforum. Trunschel: „Personal wird abgebaut – ohne Ersatz.“ Folge sei entsprechend, „dass die Angebote massiv leiden“. Das gelte erst recht, wenn noch krankheitsbedingte Ausfälle von Mitarbeitern hinzukämen. „Fatal“ nennt das auch Martin Schmitz, der für die Jusos im Jugendforum sitzt: „Viele Forderungen der Jugendlichen bezogen sich darauf, das Angebot der Jugendfreizeitstätten zu verbessern.“ Was insbesondere bedeute: die Personalstärke aufrechterhalten.
Die eigentliche Standardbesetzung in den städtischen Freizeitstätten: zwei hauptamtliche Vollzeit- und zwei Teilzeitkräfte. Dass dies im Stadtbezirk leider nicht mehr gegeben sein werde, bedauert auch Andreas Rey, Fachreferent für Kinder- und Jugendförderung in Lütgendortmund. Beispiel Marten: Dort werde Wolfgang Grasekamp, der die dortige Jfs mit Irmtrud Felten leitet, Anfang Juli aufhören. „Es ist kein Personalersatz vorgesehen“, sagt Rey. Gegen den Personalabbau, betont Martin Schmitz, „wollen wir versuchen anzugehen“. Auf einer Unterschriftenliste, die bald an Oberbürgermeister Ullrich Sierau übergeben werde, stehe diese Forderung ganz oben. Dem OB ist das nicht neu: Sierau war kürzlich Gast bei einem der Treffen des Jugendforums. Und auch in der Bezirksvertretung Lütgendortmund war die Personalstärke in den Jugendfreizeitstätten zuletzt Thema (Stadtteilzeitung berichtete).
Kein Ersatz vorgesehen
Beim Aktionstag in der Jfs Lütgendortmund (Marienborn 10-12) wurden jetzt nicht nur die Forderungen erneuert, sondern auch die Angebote der Freizeitstätte präsentiert. Neben Kistenklettern und Hüpfburg standen zwei Turniere auf dem Programm – im Billard und Kickern. Grundsätzlich werden in den Jugendfreizeitstätten in Lütgendortmund und Marten darüber hinaus diverse weitere Aktivitäten angeboten: kreatives Arbeiten am Computer (samt Internetzugängen), Trainings- und Kursangebote zu verschiedenen Themen, Hausübernachtungen, Feste, Ferienspiele und vieles mehr. Hinzu kommt noch das (kleinere) Angebot im Kinder- und Teenstreff in Bövinghausen. Beteiligt am Aktionstag waren neben städtischen Freizeitstätten auch Einrichtungen der evangelischen Elias- bzw. Christusgemeinde. Bei ihnen ist die Personalsituation zwar nicht dieselbe – aber unabhängig von der Förderung mit städtischen Mitteln sind auch die kirchlichen Angebote nicht.
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