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„Problem“-Hochhaus in Dorstfeld

Info-Veranstaltung für Hannibal-Mieter

18.10.2012 | 23:00 Uhr
Info-Veranstaltung für Hannibal-Mieter
Die Sanierung der Außenfassade am Hannibal-Hochhaus läuft seit dem Sommer.Foto: Hans Blossey

Dorstfeld. Die Sanierungsarbeiten im und am Hochhaus-Komplex Hannibal in Dorstfeld gehen – trotz des Wechsels in der Hausverwaltung – weiter, aber die Mieter schweben nach wie vor im Ungewissen, was die Zukunft der Gebäude angeht. Das will der Mieterverein Dortmund ändern: Mitte November, „voraussichtlich am 12. November“, soll eine Mieterversammlung „unter Beteiligung der Eigentümer und/oder deren Hausverwaltung“ stattfinden.

Das bestätigte der Mieterverein am Donnerstag auf Nachfrage unserer Zeitung. Eigentlich hätte die Informationsveranstaltung, von der sich die Interessenvertretung wie die Mieter selbst Auskünfte über die Zukunft des Hannibal erhoffen, bereits in diesem Monat stattfinden sollen; Terminschwierigkeiten hätten aber zu der Verzögerung geführt. „Es ist nicht so einfach, alle Beteiligten unter einen Hut zu bekommen“, so Rainer Stücker vom Dortmunder Mieterverein.

Grundsätzlich liege dem Verein aber die Zusage vor, dass Vertreter des Eigentümers und Investors, der Lütticher 49 Properties GmbH, oder der Hausverwaltung an einer Informationsveranstaltung teilnehmen werden. Die Hausverwaltung hatte erst Ende August gewechselt: Die Dairos Property Management hatte die Aufgabe von der Grand City Property übernommen; das war den Mietern der Häuser am Vogelpothsweg 12 - 26 per Brief mitgeteilt worden. Beide Firmen, wie auch der Eigentümer, haben ihren Sitz in Berlin.

Renovierung der leerstehenden Wohnungen

Die Renovierungsarbeiten in den Häusern des Hannibal-Komplexes finden nach Informationen unserer Zeitung derzeit im Wesentlichen in den leerstehenden Wohnungen statt, u. a. bekommen die Wohnungen neue Fußböden. Von den 422 Wohnungen sind aktuell etwa 300 vermietet.

An den Häusern Vogelpothsweg 12 bis 14 ist die Sanierung der Außenfassade, die im Sommer begonnen hatte, offenbar weitgehend abgeschlossen.

Der Wechsel der Hausverwaltung hatte für neue Unruhe und Unsicherheit unter den rund 300 Mieter gesorgt. Nicht zuletzt, weil es die Grand City Property war, die Mitte August angekündigt hatte, der Wohnkomplex solle „vollständig saniert“ werden und damit Millionen-Investitionen in Aussicht gestellt hatte. In einer schriftlichen Erklärung gegenüber unserer Zeitung sprach die Grand City Property von einem „Plan signifikanter Investitionen in das Gebäude“, den sie den Eigentümer vorgelegt habe.

16 Etagen ohne Fahrstuhl

Zuvor hatte der Wohnkomplex seinem Ruf als Problem-Hochhaus bestätigt: Im Haus Vogelpothsweg 16 war über fünf Tage der Fahrstuhl ausgefallen. Mieter, Besucher und Pflegedienste mussten in dieser Zeit die 16 Etagen zu Fuß erklimmen. Die damalige Hausverwaltung hatte daraufhin auch eine „Renovierung der Aufzüge bzw. deren Austausch“ angekündigt. Das soll bisher aber nicht geschehen sein.

Carsten Menzel



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