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Neuer Umweltskandal

Illegale Schuttdeponie muss abgetragen werden

26.09.2012 | 22:45 Uhr
Auf einem Firmengelände in Dortmund Dorstfeld Am Brümmer wurden illegal abgeladene Materialien entdeckt.Foto: Ralf Rottmann

Dorstfeld.   Die Stadt Dortmund hat nach dem Fall Envio ihren nächsten Umweltskandal: Auf der Halde der ehemaligen Zeche Dorstfeld I/IV am Rand der westlichen Innenstadt liegen mehrere Zehntausend Tonnen illegal abgekippter Bauschutt und Bodenaushub.

Die Stadt Dortmund hat nach dem Fall Envio ihren nächsten Umweltskandal: Auf der Halde der ehemaligen Zeche Dorstfeld I/IV am Rand der westlichen Innenstadt liegen mehrere Zehntausend Tonnen illegal abgekippter Bauschutt und Bodenaushub. Das bestätigte gestern die Bezirksregierung Arnsberg auf Nachfrage unserer Zeitung. Anders als beim Recyclingunternehmen Envio , bei dem es um die Belastung von Menschen und Umwelt mit dem giftigen und krebsauslösenden Stoff PCB geht, gehe allerdings von den Schuttbergen in Dorstfeld keine unmittelbare Gefahr aus, so die Behörde.

„Es gibt bislang keine Hinweise auf gefährliche Inhaltsstoffe“, erklärte gestern Joachim Schmied, Hauptdezernent für Abfallwirtschaft bei der Arnsberger Bezirksregierung, zu dem ohne Genehmigung aufgeschütteten Bauabfall. Allerdings seien erneute „Probebohrungen bis auf 16 Meter Tiefe“ vorgesehen.

Mehr als 30.000 Tonnen

Bereits seit dem Jahr 2009 türmt sich der Schutt, auf mehrere Hügel verteilt, auf dem Gelände auf. Schmied schätzt die Menge des Stein-, Erd- und Metallabfalls auf „wahrscheinlich mehr als 30.000 Tonnen“. Eine Einmessung der Fläche soll dazu genauere Angaben liefern.

Inzwischen ist, im wahrsten Wortsinn, Gras über die Sache gewachsen. Kleine Büsche, junge Bäume und krautartige Gewächse überziehen die Schuttkegel, die sich auf dem Gelände der ehemaligen Zeche Dorstfeld IV auftürmen. Die Natur hat das erobert, was dort überhaupt nicht liegen dürfte: Tausende Tonnen illegal abgekippter Bodenaushub und Bauschutt. Davon geht zwar, soweit die Behörden bislang wissen, keine Gefahr für Menschen aus. Aber es ist und bleibt eine illegale Bauschuttdeponie. Die Bezirksregierung drängt daher auf die Beseitigung des Abfalls.

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Kommentare
27.09.2012
02:00
Illegale Schuttdeponie muss abgetragen werden
von vaikl2 | #1

Mich macht etwas stutzig, dass Arnsberg (wieder mal, siehe Envio) "keine Hinweise" auf mögliche Belastungen hat, aber trotzdem für Messungen 16m tief bohren möchte.

Diese BBV sitzt/saß auf dem Gelände der inzwischen ebenso insolventen Speeck Rohrbau und diese wiederum war mit Bodenaushub-Arbeiten auf der Baustelle des Phoenix-Sees beauftragt.
Ausgerechnet Anfang 2009 wurde ja kleinlaut vom Phoenix-Projektmanagement verkündet, dass man den See immer noch nicht fluten könne, da man noch weitere Betonfundamente gefunden hatte, die erst weg müssten.
Also unplanmäßiger Aushub, natürlich teuer, weil von der stark schadstoffbelasteten Brache der Ex-Hermannshütte stammend. Und wahrscheinlich auch nicht zur "Modellierung" auf Phoenix-West eingeplant.

Wo blieb dieser Aushub also und kann es sein, dass Arnsberg auch hier wieder mehr weiß als die Öffentlichkeit? Ist die Stadt deswegen so schmallippig??

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