Hundehaufen machen Wiese unbenutzbar

Im Moment liegen über 250 Hundehaufen auf der großen Wiese im Wohngebiet Odemsloh/ Schloßstraße. Ein "Minenfeld", wie der zehnjährige Paul es nennt. Spielen ist unmöglich. Auf diesen Zustand haben die Anwohner des Wohngebietes mit einer Aktion aufmerksam gemacht. Und ihre Nasen strapaziert.

Bodelschwingh.. Kleine Fähnchen steckten die Teilnehmer der Aktion in jeden der liegenden Hundehaufen - insgesamt 250, aber: "Wir hätten locker noch die doppelte Menge an Mini-Flaggen in die Erde bringen können", sagt Catrin Henke, die gemeinsam mit anderen Anwohnern diese Aktion organisiert hat.

Gravierender als diese kurzfristige Belastungsprobe für die Riechorgane sei allerdings ein anderes Problem, wie Catrin Henke betont: "Für die Kinder ist die Wiese zum Spielen praktisch nicht mehr geeignet."

Kot-Tüten-Spender

Außer sie suchen die Wiese vorher nach Hundehaufen ab, wie der zehnjährige Paul erzählt.Ein Zustand, den weder die Kinder noch deren Eltern langfristig ertragen möchten. "Wir haben nichts gegen Hunde, im Gegenteil, die sind hier erwünscht", so Henke. Allerdings nicht deren Hinterlassenschaften.

Und um die künftig von der schönen, großen Wiese zu verbannen, möchten die Siedler dort gerne Kot-Tüten-Spender aufgestellt haben. Mit dem CDU-Ratsmitglied, Erwin Bartsch, haben sie für diesen Wunsch einen Fürsprecher aus der Politik gewonnen.

Lieber Bußgelder

Der möchte aber lieber Bußgelder einführen für achtlose Hundebesitzer. Das wiederum ist aber an dieser Stelle nicht zu realisieren, wie Stadtsprecher Hans-Joachim Skupsch mitteilt:"Die Fläche ist von keinem Zugang aus als ‚öffentliche Grün- und Erholungsanlage‘ gekennzeichnet", betont Skupsch.

Vielmehr gehört das Grundstück zum sogenannten Kämmereifonds und soll bei Bedarf vermarktet werden. Heißt: Ordnungshüter können Hundebesitzern kein Knöllchen verpassen.

Hundewiese

Eine weitere Lösungsidee: eine eingezäunte Hundewiese. "Platz dafür gibt es hier genug", sagt Henke. Die Idee war allerdings schon einmal vorgesehen, nur aus finanziellen Gründen nicht umgesetzt worden.