Hagener Pläne keine Konkurrenz
14.12.2012 | 19:03 Uhr 2012-12-14T19:03:00+0100
Huckarde. Dortmunds Nachbarstadt Hagen will am Hengsteysee ebenfalls einen Container-Terminal bauen – die Dortmunder Verantwortlichen sehen darin aber keine Konkurrenz.
Der Blick nach Süden, jenseits der Stadtgrenze zu Hagen, an den Hengsteysee lässt Uwe Büscher, Vorstand der Dortmunder Hafen AG, gelassen. Zwar hat sich der Rat der Stadt Hagen jetzt grundsätzlich für den Bau eines Verladebahnhofs für Lkw-Container in Seenähe ausgesprochen, eine unmittelbare Konkurrenz zur geplanten Anlage für den kombinierten Güterverkehr (KV-Anlage) am alten Hafenbahnhof in Huckarde sieht Büscher im Hagener Vorhaben indes nicht.
„Es mag eine Mengen-Konkurrenz entstehen, wie sie im Wettbewerb üblich ist. Aber es handelt sich um zwei unterschiedliche Einrichtungen“, erklärte Büscher gestern auf Nachfrage unserer Redaktion. Soll heißen: Die geplante KV-Anlage in Huckarde kann wesentlich mehr leisten, als das Terminal in Hagen. Ziel des Dortmunder Projekts ist es bekanntlich, am Hafenbahnhof Container, Sattelauflieger und Lkw-Wechselbrücken bewegen und umschlagen zu können – und zwar auf Straße, Schienen und Wasser. In Hagen sei lediglich ein Container-Umschlag zwischen Lkw und Zug vorgesehen.
„Wir liegen voll im Zeitplan, deshalb wird es auch kein Rennen darum geben, wer als erster an den Start geht“, erklärte Büscher weiter, unbeeindruckt von den Plänen in der Nachbarstadt.
Der Neubau einer KV-Anlage am Hafen sieht einen Terminal mit vier Gleisen, zwei Portal-Kränen, Büro- und Sozialgebäuden, Tankstelle mit Waschplatz, Bremsprobenanlage, sechs stellwerkgesteuerten Weichen sowie innerbetrieblichen Verkehrsflächen und eine Anbindung an die Franz-Schlüter-Str. vor.
„Mit der KV-Anlage in Huckarde schließen wir eine Angebotslücke für Dortmund“, argumentierte auch Kristina Rümmeld, zuständige Projektleiterin beim Investor, der DSW21 (Stadtwerke), und schloss eine direkte Konkurrenz der beiden Einrichtungen ebenfalls aus. Sie vergleicht die bisherigen Umschlags-Möglichkeiten am Dortmunder Hafen mit „einem Modehaus, das nur Hosen, aber keine Hemden hat“. Deshalb sei die Erweiterung sinnvoll.
Konkurrenz ist demnach nicht in Sicht, bleibt die Frage, ob es Klagen gegen die KV-Anlage am Hafenbahnhof geben wird.
Auslegungsfrist endet Montag
Am Montag, 17. Dezember, endet die öffentliche Auslegung der Planfeststellung bei der Stadt (Gebäude Burgwall 14, Zi. 503 - 506, 8.30 - 12 u. 13 - 15 Uhr). In diesem Plan sind bereits Änderungen und Auflagen eingearbeitet; „alle weiteren erhobenen Einwände und Forderungen werden zurückgewiesen, sofern sie nicht im Feststellungsbeschluss berücksichtigt sind“, heißt es in der öffentlichen Bekanntmachung.
„An die Auslegung schließt sich eine einmonatige Frist an, innerhalb der Klagen gegen den Plan erhoben werden können“, erläuterte Rümmeld den weiteren Ablauf. Im Vorfeld hatte es alleine aus Deusen Nachbesserungsforderungen gegeben, die von rund 400 Unterzeichnern unterstützt wurden.
17:12
Über die Aussagen von Herrn Vitamin-B-Hafen-Boss-Frischling-Büscher und Projekte-Messi-Rummeld wundern wir uns ja nicht mehr; spätestens in zwei Jahren werden diese Marionetten ihre Schmäh- und Buh-Rufe kassieren. Stutzend macht uns, daß die WAZ falsche Aussagen unkommentiert verbreitet; was ist da los?
1. Ist das geplante Projekt Am Hafenbahnhof auch nur ein LKW-Schiene-Projekt, es gibt kein Wasser - deshab ist es ja auch wie Pickel im Gesicht...es braucht eigentlich keiner ... außer der Pickelcremehersteller (DSW21).
2. sind sie gar nicht im Zeitplan, wie sie behaupten. Seit 2010 wird der Baubeginn angekündigt - jetzt sind sie wieder ein Jahr zu spät ... und finden trotzdem hier die Möglichkeit einen auf "alles 1A" zu machen?
20:34
Wo ist denn am Hafenbahnhof das Wasser?
Ich kann das Vorhaben nicht nachvollziehen. Es gibt deutlich bessere Gelände im Stadtgebiet.
Für die Bewohner bedeutet dies erhebliche Belastungen, und die Arbeitsplatzeffekte sind vernachlässigbar. Hoffentlich haben die Proteste Erfolg.
Warum soll das Projekt eigentlich so hoch gefördert werden, während gleichzeitig Anlagen am Ex-Güterbahnhof in direkter Hafennähe nicht gebraucht werden? Der Bereich ist sogar besser verkehrstechnisch angeschlossen.