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Gottes Tür steht wieder weit offen

23.12.2012 | 15:50 Uhr
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Gottes Tür steht wieder weit offen
Die Dorstfelder Kirche St. Barbara öffnet Heiligabend erstmals nach der Sanierung.Foto: Klaus Pollkläsener

Dorstfeld. Das Hauptportal ist verschlossen. Seit zwei Jahren. Selbst an hohen Feiertagen und zu besonderen Anlässen. „Für die Gemeindemitglieder ist das schlimm“, sagt Pfarrer Christian Conrad vom Pastoralverbund Dorstfeld, zu dem auch die Gemeinde St. Barbara gehört. Sanierungsarbeiten am Turm der St. Barbara-Kirche sind Schuld daran – bis jetzt. Denn die Gläubigen können an Weihnachten wieder durch das Portal gehen.

Der Anfang war unspektakulär, doch daraus wurde eine Sanierungsmaßnahme. Ein kleiner Fleck sorgte immer wieder für Gesprächsstoff. „Der war schon immer da“, weiß der Pfarrer. Doch der Hintergrund ist ein trauriger. Im Zweiten Weltkrieg wurde die Kirche schwer zerstört. „Eigentlich standen nur noch die Außenwände.“

Auch das Kupferdach war verschwunden. Dafür kamen Dachpfannen, die allerdings nicht dicht waren. Feuchtigkeit drang ein. Bei der Suche nach dem Leck wurde auch der Turm inspiziert. Der Schock für viele: Damit keine Steine herunterfallen, musste der Turm eingerüstet werden.

Die schweren Kriegsschäden hängen mit der Höhe und Lage des Turms zusammen. Weil er damals noch 20 Meter höher war als heute, nutzten ihn Späher. So wurde die Kirche zum Kriegsziel.

Die Sanierung des heute 45 Meter hohen Turms kostet 1,2 Mio. Euro.Ursprünglich war er sogar noch 20 Meter höher.

75 Prozent übernimmt das Erzbistum Paderborn, den Rest die Gemeinde

Durch Grundstücksverkäufe fehlen der Gemeinde nur noch 40 000 Euro

Deshalb bitte die Gemeinde nach wie vor um Spenden für die Sanierung

Bereits in den 1970er Jahren wurden die Chorfenster gestaltet, die besonders bei Licht in kräftigen Rot- und Blautönen leuchten

Dezenter in Grau und Lila sind dagegen die modernen Fenster im Kirchenschiff gehalten. Sie kamen in den 1990er Jahren nach Dorstfeld.

Die alte Verglasung wurde ebenfalls im Zweiten Weltkrieg zerstört.

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