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Elias-Gemeinde will Bewusstsein für fair-gehandelte Produkte schaffen

29.09.2008 | 17:42 Uhr

Oespel. (bini) Auch die Kirchengemeinden können ökologisch sinnvoll wirtschaften. Eigentlich ist das sogar ein biblischer Auftrag: "Und Gott der Herr nahm den Menschen und setzte ihn in den Garten Eden, dass er ihn bebaue und bewahre."

Fair-gehandelte Blumen: Pfarrerin Beate Brauckhoff beteiligte sich am "Grünen Hahn". (Foto: Gödde/HG)

Die evangelische Eliasgemeinde in Oespel jedenfalls befolgt dies - sie beteiligt sich am "Grünen Hahn", ein groß angelegtes Projekt für kirchliches Umweltmanagement. Die Prinzipien und Inhalte des "Grünen Hahn" an die Gemeindeglieder heranzutragen, liegt im Zuständigkeitsbereich von Carsten Niefer. Er ist der Umweltmanagement-Beauftragter der Elias-Gemeinde und verantwortlich dafür, sämtliche Informationen rund um regenerative Energien, fair gehandelte Produkte oder ökologische Landwirtschaft in Oespel zu multiplizieren. "Wir möchten ein Bewusstsein für diese Themen schaffen", so Niefer beim zweiten Bio-Fair-Tag der Gemeinde. "Und das gelingt am Besten über das Essen", schmunzelte Niefer. Darum gab es bei dieser Veranstaltung fair gehandelte Schokolade, fair gehandelte Kekse, aber auch fair gehandelte Blumen. "Wir wollen die Umweltrelevanz verdeutlichen", erklärte Niefer. Bioware bedeute weniger Pestizide, weniger Bodenerosionen.

"Dann geht es uns auch darum, für lokale Ware zu werben, dafür saisonal zu essen", fuhr Niefer fort. Über all diese Aspekte informierte der Umweltmanagement-Beauftragte. "Im Rahmen des Projektes sind wir zur Öffentlichkeitsarbeit verpflichtet", betonte Niefer. Es sei jedoch nicht immer ganz einfach, die Leute zu überzeugen. Doch seit 2005 - seitdem die Gemeinde an dem Umweltmanagement-Projekt teilnimmt - sei das Bewusstsein gestiegen, seien fair gehandelte Produkte populärer geworden. Zudem, sagte Niefer, habe es in Gemeindehaus und Kirche nicht unerhebliche Energieeinsparungen gegeben. Alle aktuellen Zahlen präsentierte er ebenfalls am Bio-Fair-Tag, der das Bewusstsein für umweltverträgliches Alltagsverhalten wohl wieder ein Stück weit vergrößerte.

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