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Neue Einheit am kath. Krankenhaus West

Eine Anlaufstelle für alle Patienten

12.12.2012 | 18:37 Uhr
Eine Anlaufstelle für alle Patienten
Blick in den Empfangs- und Wartebereich der neuen zentralen Aufnahme- und Diagnostikabteilung (ZAD) am Kirchlinder Krankenhaus.Foto: Ralf Rottmann

Kirchlinde.   Gestern wurde am katholischen Krankenhaus West die neue „zentrale Aufnahme- und Diagnostikabteilung“ (ZAD) eröffnet, die die bisherigen Ambulanzen ablöst. Am Wochenende startet die neue Einheit.

„Kurze Wege, schnelle Entscheidungen“: So beschrieb Geschäftsführer Thomas Tiemann gestern die Vorteile der neuen „zentralen Aufnahme- und Diagnoseabteilung“ (ZAD) im katholischen Krankenhaus Dortmund-West für Patienten und Ärzte. Zehn Millionen Euro hat das Hospital in Kirchlinde in den Neu- und Umbau des Aufnahmebereich investiert. Gestern fand die offizielle Eröffnung mit einem kleinen Festakt statt. Ab dem Wochenende steuern die Rettungs- und Krankenwagen die Anlaufstelle an; ab Montag ist die ZAD für alle Patienten das Eingangstor ins Krankenhaus.

Ambulanz war früher, heute ist ZAD. Aus dem Lateinischen übersetzt heißt Ambulanz soviel wie „gehen“ – und genau das sollen die Patienten des katholischen Krankenhauses West künftig möglichst wenig. Deshalb hat das Hospital die zentrale Aufnahmestelle für alle Patienten „in einem Bereich, der in der Diagnose multifunktional genutzt wird, zusammengefasst“, so Thomas Tiemann: „Die Ärzte kommen jetzt zu den Patienten und nicht mehr umgekehrt“, erklärt der Geschäftsführer der St. Lukas-Krankenhaus-Gesellschaft die Abkehr vom bisherigen Prinzip mit Unterteilung in Innere und Chirurgische Ambulanz sowie Radiologie-Abteilung. Letztere, als „MZV – Medizinisches Versorgungs­zentrum“ durch Prof. Dr. Uhlenbrock und Partner organisiert, grenzt direkt an die neue ZAD. Ärzte aller anderen Fachabteilungen kommen je nach Bedarf hierhin – zu den Patienten. „Schneller werden sie nur im Kinofilm geheilt“, urteilte Tiemann gestern, nicht ganz ernst gemeint, über die neue Einheit.

Eine einzige bauliche Trennung gibt es noch: Notfall-Patienten werden so in der ZAD aufgenommen, dass ihre Privatsphäre geschützt bleibt und Termin-Patienten davon nichts mitbekommen. Unmittelbar über der neuen Aufnahme befinden sich der OP-Bereich und die Intensiv-Station.

Umstellung in allen drei Krankenhäusern

Das kath. Krankenhaus West (gegr. 1871) gehört zusammen mit dem Josefs-Hospital in Hörde und dem Rochus-Krankenhaus in Castrop zur St. Lukas-Gesellschaft.

Während das Haus in Hörde bereits eine zentrale Anlaufstelle hat, sollen die Umbauarbeiten in Castrop 2013 starten.

Für Patienten, die das Krankenhaus aufsuchen, bleibt der bisherige Haupteingang erhalten; ab dort geht es jetzt nach links in die ZAD. Allein die Liegendanfahrt musste zur neuen Zentralaufnahme verlagert werden.

Zur Eröffnungsfeier gestern Nachmittag waren Vertreter aus Politik und Kirche gekommen. Und weil es ein konfessionelles Krankenhaus ist, durfte auch die Segnung des neuen Gebäudeteils nicht fehlen: Die übernahm der neue Krankenhaus-Seelsorger Jörg Haselhorst.

Carsten Menzel


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