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BÖVINGHAUSEN

Einbruchserie beim Reitverein West

13.08.2012 | 22:30 Uhr
Einbruchserie beim Reitverein West
Die Vereinsgaststätte des Reitsportler: der „Cranenhof“.

Bövinghausen.   Beim Reiterverein Dortmund-West sind nicht die Pferde, sondern die Mitglieder aufgeschreckt: Das Vereinsheim in Bövinghausen ist in kurzer Zeit drei Mal das Ziel von Einbrechern gewesen.

Drei Einbrüche innerhalb von zehn Tagen in ihre Vereinsräume schrecken die Mitglieder des Reitervereins Dortmund-West in Bövinghausen auf. Als Konsequenz wollen die Reitsportfreunde eine private Sicherheitsfirma einschalten und selbst die Anlage, auch des Nachts, verstärkt im Auge behalten.

„Die Einbrüche sind einfach ärgerlich, zumal der Sachschaden, der angerichtet wurde, höher ist als die Beute“, berichtet Reinhard Bottländer vom Reiterverein. Insgesamt schätzt er den Schaden auf mehrere Tausend Euro. Was auch daran liegt, dass der oder die Täter hartnäckig vorgehen: Auch von einer Eisentür haben sie sich nicht abschrecken lassen. „Die Tür ist erheblich beschädigt worden“, berichtet Bottländer über den ersten Einbruch vor etwa zehn Tagen. Selbst die Alarmanlage, die ausgelöst hat, verscheuchte die Einbrecher nicht.

Der zweite Vorfall ereignete sich genau vor einer Woche, in der Nacht vom 7. auf den 8. August. Diesmal war es ein „höher gelegenes langes, aber schmales Fenster“, das die Täter eingeschlagen haben und so in die Büroräume des Vereins gelangten. Die Beute: wenig Bargeld. Den Weg aus dem Gebäude machten sie sich einfacher: „Sie haben an einem großen Bürofenster die Rollläden hochgezogen und sind hinausgestiegen“, so Bottländer.

Über den Balkon

Einbruch Nr. 3 geschah am Wochenende, in der Nacht zum Sonntag. Diesmal gelangten die Täter auf einen Balkon vor der Vereinsgaststätte „Cranenhof“ und von dort ins Innere. Neben wenig Bargeld ließen die Einbrecher einen Flachbild-Fernseher mitgehen. „Ganz neu, den hatte der Wirt wegen der Sportberichte von den Olympischen Spielen in London gekauft“, weiß Reinhard Bottländer zu berichten.

Den Einbrechern kam jeweils die Lage des Vereinsgeländes im Grünen, im äußersten Dortmunder Westen, fast an der Stadtgrenze zu Bochum-Gerthe, zu Gute. Andererseits: Ein Objekt für reichlich Beute sind die Vereinsräume nicht; die Beute fiel dementsprechend schmal aus.

Polizei und Reiter bitten um Hinweise

Der Reiterverein Dortmund-West ist mit rund 300 Mitgliedern einer der größeren Vereine. 19 Pferde stehen auf dem Gelände; weitere Tiere sind bei Landwirten der umliegenden Höfe untergestellt. Der Verein zeichnet sich nicht nur durch regen Turniersport, sondern auch durch eine aktive Jugendarbeit aus.

Hinweise zu den drei Einbrüchen nimmt sowohl der Kriminaldauerdienst der Polizei, 132 74 41, als auch der Reiterverein Dortmund-West selbst entgegen: 9 10 87 08. Die beiden letzten Vorfälle ereigneten sich in der Nacht vom 7./8. August (Di./Mi.) und am Wochenende 11./12. August (Sa./So.).

Die Polizei bestätigte auf Nachfrage unserer Zeitung die Vorfälle. „Die Ermittlungen laufen, aber es ist zum jetzigen Zeitpunkt für Ergebnisse noch zu früh“, erklärte Polizeisprecher Kim Ben Freigang gestern. Gleichzeitig rief er mögliche Zeugen der Vorfälle auf, sich bei der Polizei zu melden. Freigang: „Jeder Hinweis kann wichtig sein, um die Fälle aufzuklären.“

Der Reiterverein selbst belässt es nach dem dritten Einbruch nicht bei der Ermittlungsarbeit der Polizei. Sie hat einen Wachdienst unter ihren Sponsoren; diese Kontakte nutzt der Verein aktuell. „Wir sind in Gesprächen, wie die Anlage überwacht werden kann.“ Mehr will Bottländer nicht verraten. Nur noch soviel: Auch über eine Videoüberwachung des Geländes werde nachgedacht.

Was bereits jetzt passiert: Vereinsmitglieder fahren, auch nachts, nach Bövinghausen, um das Areal zu kontrollieren. Das, so Polizeisprecher Freigang, macht auch die Polizei – „Und nicht nur im Streifenwagen“.

Carsten Menzel



Kommentare
12.10.2012
16:20
Einbruchserie beim Reitverein West
von alfredesser | #1

Wenn die Bürger so sensibel und beherzt reagieren würden indem sie eilends bei Verdacht die Polizei alarmieren wie sie es bsw bei einem harmlosen Exhibitionisten (Aussteller) tun, der vor erwachsenen Frauen seine Hose herunter lässt - und die Polizei oftmals dafür mit einem Großaufgebot anrückt - würden es die Einbrecher nicht so leicht haben. Alfred Esser

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