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Arminia Marten

Ein Vereinsheim für alle Martener

10.09.2012 | 17:57 Uhr
Ein Vereinsheim für alle Martener
Im Stadion am Wischlinger Weg entsteht das neue Vereinsheim von Arminia Marten.Foto: Kevin Schrief

Marten.   Vor wenigen Tagen hat der einzige Landesligist im Dortmunder Westen mit dem Bau seines Vereinsheims begonnen. Was die Verantwortlichen um Heiner Joswig, Dirk Schreiber und Michael Blanke vor mehr als fünf Jahren auf den Weg brachten und gegen viele Widerstände verteidigten, es wird nun endlich Wirklichkeit.

Ein Haus kann mehr sein als vier Wände, ein Dach, ein paar Türen und Fenster. Ein Haus kann ein „Zuhause“ sein, ein Heim.

Das neue Vereinsheim von Arminia Marten wird ein solches, wenn man Heiner Joswig glaubt, dem ersten Vorsitzenden: „Wir wollen unseren Mitgliedern endlich ein sportliches Zuhause bieten, einen Ort, an dem sie zusammenkommen und an dem das Vereinsleben einen Mittelpunkt hat.“

Die Jahre, in denen Eltern von Jugendspielern am Platz nicht mal einen Kaffee bekamen, in denen Mannschaftssitzungen und Vereinsfeiern in fremde Gaststätten ausgelagert werden mussten und in denen Besucher im Stadion am Wischlinger Weg kaum einen Schutz vor Regen und Wind hatten, diese Zeiten sollen spätestens Mitte nächsten Jahres endgültig der Vergangenheit angehören.

Denn vor wenigen Tagen hat der einzige Landesligist im Dortmunder Westen mit dem Bau seines Vereinsheims begonnen. Was die Verantwortlichen um Heiner Joswig, Dirk Schreiber und Michael Blanke vor mehr als fünf Jahren auf den Weg brachten und gegen viele Widerstände verteidigten, es wird nun endlich Wirklichkeit. Spricht man Heiner Joswig auf das neue Vereinsheim an, kann er den Stolz in seiner Stimme kaum verbergen. Vor allem aber schwingt Vorfreude mit: „Wir bauen hier das größte und modernste Vereinsheim im Dortmunder Westen.“ Joswig nennt das Projekt „Meilenstein“ und „Quantensprung“ mit historischer Dimension („Jahrhundertaufgabe“) und existenzieller Bedeutung („lebensnotwendig für den Verein“).

Nicht nur für Fußballinteressierte

Das Vereinsheim, das die Arminia zu zwei Dritteln selbst bezahlt und darüber hinaus auf Landesmittel zurückgreift, soll den Verein zukunftsfähig machen. „Wenn wir es nicht bauen, würde es selbst für uns als Traditionsverein sehr schwer“, sagt Joswig. Das Stadion am Wischlinger Weg sei zwar eine „der schönsten Anlagen der Stadt“, aber es ist eben kein Kunstrasenplatz. Die Arminia spielt und trainiert auf Naturrasen und im Winter, wenn Schnee und Regen dem Rasen zusetzen, auf roter Asche.

Doch im Gegensatz zu vielen anderen Vereinen, will man in Marten nicht jammern, sondern eigene Wege gehen: „Mit dem neuen Vereinsheim erhöhen wir die Attraktivität der Arminia – auch ohne einen Kunstrasenplatz“, sagt Geschäftsführer Michael Blanke. Man wolle ein Zeichen setzen, „dass Kunstrasen nicht alles ist“.

Denn auch die Arminia leidet unter dem Hype um die Kunsthalme: „In unserem Jugendbereich haben wir einen schlimmen Aderlasse zu verkraften“, sagt Blanke. Sechs Jugendmannschaften spielen noch unter der Arminia-Raute, vor wenigen Jahren waren es noch mehr als ein Dutzend. Ein Negativtrend, den das Vereinsheim stoppen soll: „Wir wollen den Martner Bürgern hier etwas bieten“, sagt Heiner Joswig und meint damit ausdrücklich nicht nur die Fußballinteressierten. Man will zu einem gesellschaftlichen Mittelpunkt im Stadtteil werden: „Vielleicht kommen zu den Hundert Zuschauern am Wochenende dann noch mal Hundert, die hier in netter Atmosphäre ihren Sonntag genießen.“

Zudem wird sich der Verein insgesamt auf breitere Füße stellen: „Marten steht seit eh und je für Fußball“, sagt Joswig. Bis auf eine kleine Tischtennisabteilung sowie ein bisschen Damengymnastik habe man kein Breitensport im Angebot: „Wenn andere Sportbegeisterte ein neue sportliche Heimat suchen, würden wir uns freuen, wenn sie zur Arminia kommen“, sagt Michael Blanke. Von Beachvolleyball über Lauftreffs bis zum Altensport, der in den kommenden Jahren aufgrund der demografischen Entwicklung immer wichtiger werde, sei alles möglich. Ein Verein verstärkt seine Wurzeln im Stadtteil

Breitensport soll heimisch werden

Arminia Marten sehnt sich nach einem zuhause und will es gleichzeitig teilen. Für Joswig ist eine Vereinsheim ein Ort, an dem Jung und Alt zusammenkommen und an dem Werte wie Freundschaft, Geselligkeit und Gemeinschaft hohe Güter sind: „Denn das ist es doch, was einen Verein letztlich ausmacht.“

Janis Brinkmann


Kommentare
11.09.2012
00:56
Ein Vereinsheim für alle Martener
von vaikl2 | #1

Wenn dieser "„Meilenstein“ und „Quantensprung“ mit historischer Dimension („Jahrhundertaufgabe“)" nun bedeutet, dass nach Jahren des Zuschließens eine öffentliche Anlage nun auch für den nicht-organisierten, weitaus größeren Teil der jungen Bevölkerung Martens wieder zugänglich wird - ok.

Ansonsten kann man diese großspurigen Übertreibungen gut nebenan in den Rossbach kippen.

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