Ein Mann, der sich kümmert
14.08.2009 | 16:01 Uhr 2009-08-14T16:01:00+0200Seit Anfang Mai ist Werner Schardien im Rahmen des Aktionsplans Soziale Stadt als „Aktionsraumbeauftrager” für Bodelschwingh, Westerfilde und Nette zuständig. Seine Aufgabe: Projekte anstoßen und weiterentwickeln – um den sozialen Zusammenhalt vor Ort zu stärken.
Und dies mit fünf Projekten, die im Sinne des Aktionsplans flankiert werden sollen. „Wir sind auf bürgerliches Engagement angewiesen, um Vorhaben auf den Weg zu bringen”, so Schardien. Der 56-Jährige ist seit 1975 in städtischen Diensten (zuletzt Sozialbüroleiter) und sieht bei seiner neuen Tätigkeit „auch positive Entwicklungen” – wie etwa den Ausbau der Ganztagsbetreuung an der Hauptschule Westerfilde: Koordiniert von der Schulleitung sei das Projekt „Verlässliches Essen” entwickelt worden. Zum Ende des Schuljahrs 2008/09 sei es gelungen, durch Gelder von Bezirksvertretung und Sponsoren eine warme Mahlzeit für die Kinder bereitzustellen – für einen Euro. Schardien hofft, dass dies, unterstützt durch Mittel von Stadt und Land, bis Ende 2009 weitergeführt werden kann. „Wir brauchen aber weitere Sponsoren, um auch zukünftig die Kosten zu decken.” Reibungslos funktioniere das Projekt „Chill Out” – seit drei Jahren, noch bevor der Aktionsplan beschlossen wurde.
Unter Trägerschaft des Falken-Bildungswerkes in der JFS Nette (Smile) sollen durch aufsuchende Jugendarbeit und Zusatzangebote eröffnet werden. „Das sind bestehende Strukturen, die aber weiter unterstützt werden sollten”, so Schardien. Finanziert werde dies durch das Jugendamt.
Auf gutem Weg sei das Vorhaben, ein multikulturelles Begegnungshaus in Westerfilde zu realisieren – mit Angeboten wie Sprachkursen, Mieterinformationen, Seniorentreffs und Freiwilligenzentrale. Auch das städtische Aktionsbüro, kürzlich in Kooperation von Sozialamt, ARGE und AWO eröffnet, könne im neuen Bürgerzentrum untergebracht werden – ebenso wie die beiden Quartiershausmeister, die seit Anfang 2009 in Westerfilde unterwegs sind. Auch Werner Schardien hat eine Immobilie für das Zentrum im Auge, will sich aber – wie die örtliche SPD, die das Vorhaben forciert – noch nicht zum Standort äußern. Aber: „Ich bin zuversichtlich, dass wir schon bald ein Stück weiterkommen.”
Ähnliches sei in Nette geplant – mit dem Schwerpunkt Sprachkurse und Integration. Hier habe sich die Leitung des Schulzentrums bereit erklärt, Räume zur Verfügung zu stellen. Es fehlen jedoch Bürger, die das Projekt – im Rahmen eines Vereins – voranbringen. Und das gilt auch für die geplante Fahrradwerkstatt in Nette, in der Jugendliche unter professioneller Anleitung qualifiziert werden könnten. „Einen Projektleiter haben wir schon. Aber es bedarf noch einiger Ehrenamtlicher.”
Und doch: Es gebe immer wieder „Signale, dass es voran geht”, betont der Aktionsraumbeauftragte: „Zwei Quartiershausmeister werden in Kürze auch in Nette ihre Arbeit aufnehmen”, kündigt Schardien an.
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Werden schon vorsorglich Blockwarte wieder eingeführt ?