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Dorstfelder Hellweg endlich öffnen

10.08.2012 | 19:13 Uhr
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Dorstfelder Hellweg endlich öffnen
Dorstfelds CDU-Chef Wilhelm Schulte-Coerne will eine Öffnung des Dorstfelder Hellwegs. Foto: Klaus Pollkläsener

Dorstfeld.   Dorstfeld.„Schauen sie sich doch unseren Ortskern an. Was haben wir hier denn noch? Einen Bäcker, eine Apotheke, ein türkisches Gemüsegeschäft. Und viele leere Schaufenster. Der Dorstfelder Hellweg verliert immer mehr seine Funktion als Einzelhandelsstandort. Ich sehe die Nahversorgung akut gefährdet“, ereifert sich Wilhelm Schulte-Coerne. Seit zehn Jahren kämpft der Chef der Dorstfelder CDU um die Öffnung des Hellwegs. Seiner Meinung nach die einzige Chance, den für einen Stadtteil überlebenswichtigen Handel wieder in den Ort zu holen.

„Schauen sie sich doch unseren Ortskern an. Was haben wir hier denn noch? Einen Bäcker, eine Apotheke, ein türkisches Gemüsegeschäft. Und viele leere Schaufenster. Der Dorstfelder Hellweg verliert immer mehr seine Funktion als Einzelhandelsstandort. Ich sehe die Nahversorgung akut gefährdet“, ereifert sich Wilhelm Schulte-Coerne. Seit zehn Jahren kämpft der Chef der Dorstfelder CDU um die Öffnung des Hellwegs. Seiner Meinung nach die einzige Chance, den für einen Stadtteil überlebenswichtigen Handel wieder in den Ort zu holen.

Der CDU-Mann bedauert die jüngste Schließung der Schlecker-Filiale. „Ein großer Verlust für uns. Dass der Schlecker nicht mehr ist, verstärkt den Trend.“ Die Dorstfelder, weiß Schulte-Coerne, besorgten ihre Dinge des täglichen Bedarfs nun in Huckarde. Oder aber an den Kiosken. Die Produkte dort seien aber ziemlich teuer. Die Gesamtsituation um die Nahversorgung in Dorstfeld, fasst der Politiker zusammen, sei gegenwärtig höchst unbefriedigend.

Erst Ende des vergangenen Jahres hat die Ortsunion bei der Stadtverwaltung einen neuerlichen Anlauf unternommen. „Wir haben die Leerstände angesprochen und wiederholt unsere Forderung dargelegt.“ Geschehen ist seither aber nichts. Schulte-Coerne: „Ich habe immer mehr das Gefühl, die Stadt will den Hellweg nicht öffnen, weil sie einen Restbetrag von 125 000 Euro zurückzahlen müsste.“ Damals seien nämlich „erhebliche Fördergelder in Anspruch genommen worden“. Dieser Betrag, schüttelt Dorstfelds CDU-Ortsvereinsvorsitzender den Kopf, könne angesichts der Unsumme von 10 Millionen Euro jährlich, die die Stadt Dortmund beispielsweise an Unterhaltungskosten für das aus dem Ruder gelaufene U-Turm-Projekt aufbringen müsse, nicht ernsthaft als Hindernisgrund gelten: „Hier geht es um die Zukunft eines ganzen Stadtteiles.“

Politische Fehleinschätzung

Der Schließung des Dorstfelder Hellwegs, legte der 62-Jährige im Gespräch mit dieser Zeitung nach, liege die stadtplanerische und politische Fehleinschätzung zugrunde, dass eine Verkehrsberuhigung Handel und Dienstleistungen in den Stadtteilzentren fördere. Wie man heute aber in anderen Stadtteilen und leider auch in Dorstfeld sehen könne, sei nun ein gegenteiliger Effekt eingetreten. Schulte-Coerne: „Es wird Zeit, die Fehler der Vergangenheit zu korrigieren. “

Die CDU will den Hellweg auch noch aus einem anderen Grund geöffnet haben. Schulte-Coerne: „Wegen seiner Abgeschnittenheit - insbesondere in den Abendstunden - ist der Dorstfelder Hellweg ein nahezu idealer Aufenthaltsort für Menschen, denen bei ihren Tätigkeiten Öffentlichkeit unangenehm ist.“

Bei vielen Dorstfeldern hat der Ortsunions-Chef in Gesprächen erfahren, bewirke die Präsenz und die Art des Auftretens ortsfremder Personen Gefühle der Unsicherheit. Mit einem geöffneten Hellweg, so Schulte-Coerne, „hätten wir vor Ort eine ganz andere, weniger besorgniserregende Situation.“

Norbert Jacobs

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