Die Zechensiedlung ist Denkmal des Monats Februar

Immer mehr Hauseigentümer der Werkssiedlung Oberdorstfeld engagieren sich für den Denkmalschutz ihrer Häuser. Das konnte jetzt mit Landesmitteln bezuschusst werden: Die Denkmalbehörde Dortmund kürte die Zechensiedlung zum Denkmal des Monats Februar.

Dorstfeld.. Errichtet wurde die Werkssiedlung Oberdorstfeld ab 1913 von der Gewerkschaft Dorstfeld, die Eigentümerin der Zeche Dorstfeld war. Rund 100 Familien, deren Angehörige zuvor in der Zeche arbeiteten, hatten bis dahin Dorstfeld verlassen. Um die Arbeiter künftig stärker an den Betrieb zu binden, kündigte Generaldirektor Tengelmann 1912 den Bau von insgesamt 150 Arbeiterwohnhäusern und Beamtendoppelhäusern an.

Denkmalschutz

Die Werkssiedlung erhielt1993 als einziger Denkmalbereich Dortmunds einen besonderen Schutz, damit in den 1980er-Jahren die wesentlichen Merkmale der Siedlung gesichert werden konnten. Doch die Modernisierungs- und Veränderungswünsche der Eigentümer gerieten immer wieder in Konflikt mit den Zielen des Denkmalschutzes. 2013 gab es deshalb bei der Denkmalbehörde Überlegungen, den Denkmalschutz aufzuheben. Doch viele Bewohner fürchteten, dass ohne Schutz der Charakter der Siedlung verloren gehen könnte, und protestierten.

Seitdem ist viel geschehen: Für den Denkmalschutz setzen sich die Interessengemeinschaft Zechensiedlung Oberdorstfeld und die Siedlergemeinschaft ein. Auch Eigentümer engagieren sich: Im vergangenen Jahr hat sich ein Eigentümer dazu entschieden, wieder die historisch richtigen, Tonziegel zu verwenden, die zwar teurer, aber langlebiger sind. Gefördert wird dies durch eine Kombination aus Stadt- und Landesmitteln.

Alte Bilder gesucht:Die Interessengemeinschaft sucht noch historische Fotos von der Zechensiedlung Oberdorstfeld und freut sich über Helfer. Kontakt über die Internetseite der Gemeinschaft.