Die helfenden Hände von nebenan

Die Nachbarschaftshelfer Heinz-Dieter Schaarmann, Hiltrud Schleswig, Cornelia Schulte, Thomas Brandt, Angelika Lebeci, Uwe Frenck und Irmtraud Vollrodt berichten über ihre Erfahrungen und Erlebnisse.
Die Nachbarschaftshelfer Heinz-Dieter Schaarmann, Hiltrud Schleswig, Cornelia Schulte, Thomas Brandt, Angelika Lebeci, Uwe Frenck und Irmtraud Vollrodt berichten über ihre Erfahrungen und Erlebnisse.
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Was wir bereits wissen
„Wir lassen niemanden im Regen stehen“ verspricht Thomas Brandt. Deshalb soll das Netzwerk der Nachbarschaftshelfer noch enger geknüpft werden: Unabhängig vom Alter und Generationen übergreifend. Das ist erklärtes Ziel von Thomas Brandt, Mitarbeiter aus dem Mengeder Seniorenbüro.

Mengede..  „Wir lassen niemanden im Regen stehen“ verspricht Thomas Brandt. Deshalb soll das Netzwerk der Nachbarschaftshelfer noch enger geknüpft werden: Unabhängig vom Alter und Generationen übergreifend. Das ist erklärtes Ziel von Thomas Brandt, Mitarbeiter aus dem Mengeder Seniorenbüro.

Nach eineinhalbjährigem Bestehen der Einrichtung wurde eine erste Zwischenbilanz gezogen. Neu ist zum Beispiel, dass die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter künftig Visitenkarten erhalten, „mit denen sie sich als Nachbarschaftshelfer ausweisen können“. Allerdings — schränkt Brandt ein – „sind keine Hauswirtschafterinnen unterwegs. Wir unterstützen und helfen nur stundenweise“.

Sehr wichtig ist das Zuhören

Das können Einkaufshilfen und kleine Handreichungen im Haushalt sein, Besuche, Begleitung beim Spazierengehen oder zu Arztbesuchen. Uwe Frenck zum Beispiel hilft einer älteren Dame bei kleinen Besorgungen. „Sehr wichtig ist das Zuhören“, weiß der 46-Jährige, der „gerne anderen helfen möchte“ und sich deshalb dem Team der Nachbarschaftshelfer angeschlossen hat.

Irmi Vollrodt besuchte längere Zeit eine Seniorin im Altenheim, sprach mit ihr, ging ein wenig spazieren: „Wir haben beide davon profitiert“, erinnert sich die 73-Jährige. Doch die Dame wurde zu einem Pflegefall und wechselte die Einrichtung. „Schade, dass sie auf einmal nicht mehr da war“, bedauerte Irmi Vollrodt. Bei einer anderen Dame gab sie allerdings auf: „Wir schwammen nicht auf einer Wellenlänge.“ Warum sie hilft? „Ich möchte auch gerne betreut werden, wenn es mal bei mir nicht mehr so klappt.“ Hiltrud Schlesinger (65) hat Katzen bei Nachbarn betreut und eine an den Rollstuhl gefesselte Seniorin zum Gemeindefest begleitet oder den Gottesdienst besucht.

Bei einer Werbeaktion auf dem Mengeder Wochenmarkt kam Heinz-Dieter Schaarmann neu ins Team, der „gespannt und interessiert“ auf seinen ersten Einsatz wartet. Cornelia Schmidt steht als junge Mutter wieder im Team bereit. Nach ihren Vorstellungen sollten Nachbarschaftshelfer „auf beiden Seiten etwas von ihrem Einsatz haben“.

Im eigenen Wohnumfeld

Möglichst im engeren Wohnumfeld sollen die Helfer aktiv werden, sagt Thomas Brandt, der damit weite Wege ersparen möchten. Gedacht wird sogar an altersübergreifende Unterstützung: „Denn auch ein alleinstehender 40-Jähriger ist nach einem eventuellen Unfall auf Hilfe angewiesen, wenn keine Angehörigen oder Familienmitglieder vor Ort erreichbar sind.“

Ehrenamtliche Nachbarschaftshelfer, die gerne in Zukunft dabei sein möchten, werden auf ihre Aufgaben vorbereitet und geschult. Geld gibt es allerdings nicht, doch Auslagen werden erstattet; außerdem sind sie versichert. In weiteren Werbeaktionen sollen neue Helferinnen und Helfer gefunden und so das Netzwerk in Mengede enger geknüpft werden.