Demokratisch und tolerant
31.05.2012 | 18:21 Uhr 2012-05-31T18:21:00+0200
Dortmund/Dorstfeld. Vom 9. bis 17. Juni stehen in Dorstfeld 18 verschiedene Veranstaltungen an. Nahezu 30 Kooperationspartner zeichnen verantwortlich für eine hochinteressante Festwoche. Die Premiere steht unter dem Motto: „Wir in Dorstfeld - demokratisch und tolerant.“
„Die lange Liste der Kooperationspartner macht deutlich: Dorstfeld ist ein lebendiger Stadtteil, der eine Menge zu bieten hat. Die sind stark aufgestellt“, sagte Oberbürgermeister und Schirmherr Ullrich Sierau gestern bei der Vorstellung der Festwoche im Rathaus. Die Idee kam vom sogenannten „Runden Tisch für Toleranz und Verständigung in Dorstfeld“. Die Mitglieder, die aus den unterschiedlichsten Institutionen kommen, stellen sich seit Jahren mit großem Engagement den Bemühungen der Rechtsextremen in Dorstfeld entgegen. OB Sierau sprach in diesem Zusammenhang auch gleich Klartext: „Für Rechtsextreme ist hier kein Platz. Die sollen sich endlich demokratisch besinnen oder einfach abhauen.“
Hartmut Anders-Hoepgen, Sonderbeauftragter für Vielfalt, Toleranz und Demokratie, findet es „großartig, was die Verantwortlichen mit der Festwoche auf die Beine gestellt haben. Dorstfeld kann darauf mit Recht sehr stolz sein.“ An die Adresse der „Ewig-Gestrigen“ sagte er: „Die sind nicht geduldet. Die Polizei wird bereitstehen.“
Zum Programm: Natürlich kommt die Festwoche nicht an der Fußball-Europameisterschaft vorbei. Zum Auftakt am Samstag (9.) heißt ab 14 Uhr am Sportplatz Am Wasserfall: „Dorstfelder Mini-EM 2012“. Veranstalter DJK Eintracht Dorstfeld hat sich für diesen Tag viel Sportliches einfallen lassen. Ab 20.45 Uhr gibt es u.a. das Auftaktspiel der deutschen Mannschaft gegen Portugal auf Großbildschirmen zu sehen. Der Sonntag (10.) steht ab 11 Uhr auf dem Wilhelmplatz ganz im Zeichen der „Dortmunder Einsatzkräfte“. In der kommenden Woche stehen viele unterschiedliche Veranstaltungen an. Ein kleiner Auszug: Montag (11.): Internationales Frühstück von 9 bis 11.30 Uhr in der Elias-Kirchengemeinde, Fin-Frau 10. Am Mittwoch heißt es um 15 Uhr im Mütterzentrum an der Hospitalstraße 6: „Wir reichen uns die Hände“. Arne Thomas vom Jugendamt machte gestern auf die Auftaktveranstaltung „Guard 2012“ am Donnerstag (14.) von 11 bis 16 Uhr auf dem Wilhelmplatz aufmerksam. Dahinter steckt ein Projekt für Jugendliche zur Erlebniswelt Demokratie. Politisch wird es am Freitag (15.). Auf dem Wilhelmplatz sind Gesprächsrunden mit demokratischen Parteien vorgesehen. Mit einem großen Familientag endet die Festwoche am Sonntag (17.) von 11 bis 17 Uhr im Schulte-Witten-Park.
16:32
Ach, dokta fäkilein, auf den Kommentar eines angeblichen Demokraten - der sich, wenn es gerade passt - auf das GG beruft und ansonsten rassistisch hetzt was das Zeug hält wie sie können wir - um die Demokratie bangend - dankend verzichten.
Würden auf einer Veranstaltung, die sich auch gegen rechtsradikale Umtriebe richtet, auch solch unsägliche Zeitgenossen "willkommen" geheissen, wäre das so, als wenn auf einer Info-Veranstaltung zum Thema, sagen wir mal Ebola, die Teilnehmer Viren verabreicht bekommen, damit das Thema nicht nur theoretisch behandelt wird.
Ich kann dem Spruch "demokratisch besinnen - oder abhauen", deshalb auch nix negatives abgewinnen...
Doch nicht gleich den Ebola Vergleich! Für Pseudo-Demokraten reicht doch schon EHEC - um deren Politik belebt darzustellen. Können Sie auch dem Spruch "demokratisch und national besinnen - oder abhauen", auch nix negatives abgewinnen?
Für sie als Pseudo-Demokraten mag EHEC ausreichen.
Und mit ihren nationalen Autonomen bzw. Kamerrradschaften will ich nix zu tun haben. Und das nicht nur, weil sie in der Tradition faschistischer Vrebrecher stehen (was alleine schon am verwendeten Jargon fest zu machen ist) - sondern auch, weil ich mit kriminellen Elementen nix zu tun haben möchte (wenn ich mir so die Haftbefehle nach den jüngsten Razzien im Rheinland, Westfalen, bei der Pro-Sekte betrachte und auch die Querverbindungen zu den "prima Jungs" von den Angels bzw. Brandidos betrachte).
Machenses juht - wo auch immer....
19:27
„Die sind nicht geduldet. Die Polizei wird bereitstehen“ - das hört sich ja ungemein "tolerant" an. was der Beauftragte der Stadt Dortmund für Vielfalt, Toleranz und Demokratie da von sich gibt. Eine öffentliche Veranstaltung und ohne Anlass werden potentielle Besucher ausgeschlossen - schon mal was vom Grundgesetz gehört?
Auch der Satz von SPD-OB Sierau "Für Rechtsextreme ist hier kein Platz. Die sollen sich endlich demokratisch besinnen oder einfach abhauen.“ - lässt tief blicken. Als eine Familie 2010 aus Dorstfeld wegzog, weil sie sich mit den Rechtsextremen angelegt hatte und angeblich bedroht wurde, da war das "Abhauen" noch Grund für grosse öffentliche Auftritte und Reden - gegen die Rechten, die angeblich der Anlass zum Wegzug der Familie waren!
@1 eksom hat durchaus recht - es ist eine "Schein-Demokratie" und Grundrechtsverstösse und grösste Widersprüche werden dann toleriert, wenn es gerade "passt". Wenn solche "Schüsse" nicht mal nach hinten losgehen!
19:52
Wo war die so genannte Demokratie und die Toleranz, als zwei deutsche mutige Familien über "Nacht- und Nebelaktionen" Ihre Wohnungen und Häuser verlassen mussten, um den jahrelangen Übergriffen der Nazis endlich zu entkommen? "Ich fürchte mich nicht vor der Rückkehr des Faschisten in der Maske des Faschisten, sondern vor dessen Rückkehr in der Maske des Demokraten." Wie sieht der moderne Rassismus heute aus?
Der Rassismus heute äußert sich seltener offen und unverhohlen - trotz steigender rassistisch motivierter Gewalt- und Straftaten von Rechtsextremen. Vielmehr dringt der alltägliche Rassismus auf subtile Weise in die Köpfe von Menschen ein. Er erscheint in Gestalt alltäglicher Floskeln und scheinbar plausibler Unterscheidungen oder pauschalisierender und abwertender (Vor-)Urteile.
Konkret?