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Politiker-Paar Jockheck

Das Wohl der Bürger stets im Blick

26.09.2012 | 18:34 Uhr
Das Wohl der Bürger stets im Blick
Die Eheleute Sabine und Manfred Jockheck sitzen für die Grünen in der BV MengedeFoto: Klaus Pollkläsener

Mengede. Er hatte ein Vorleben bei den Sozialdemokraten. Auch sie zeigte schon früh Interesse an der Kommunalpolitik. Nun sitzen die Eheleute Sabine und Manfred Jockheck – nach der Wiederholungswahl – gemeinsam für die Bündnisgrünen in der Bezirksvertretung Mengede. Eine Konstellation, die aktuell im politischen Dortmunder Westen einmalig ist.

Streitgespräche beim Frühstück und am Abend sind da doch sicher vorprogrammiert, oder?

„Nein, nein“, wehrt Ehemann Manfred lachend ab. „Ok. Das eine oder andere Mal diskutieren wir schon kontrovers. Aber in der Regel geht bei uns doch alles höchst gesittet und konstruktiv zu. Wir regen uns eher gemeinsam darüber auf, wenn mal wieder entgegen aller Absprachen Ortspolitiker meinen, sie wären Alleinbestimmer.“

Sackenlassen ist erforderlich

Seit 20 Jahren ist Manfred Jockheck, seit zehn Jahren Ehefrau Sabine politisch am Ball. Er ist nach der Wahl vom August zum Vize-Bezirksbürgermeister, sie zur stellvertretenden Sprecherin ihrer Fraktion in der Bezirksvertretung Mengede gewählt worden.

Zu ihrer „Fraktionschefin“ Isabella Knappmann pflegen die beiden Bezirksvertreter „ein freundschaftliches, unkompliziertes Verhältnis. Unsere politischen Vorgehensweisen und Entscheidungen sprechen wir grundsätzlich miteinander ab.“

In diesem Zusammenhang lobt Manfred Jockheck auch die anderen Fraktionen im Mengeder Vorort-Parlament: „In der Vergangenheit war es stets üblich, interfraktionelle Gespräche zu gewissen Themen in der BV zu führen. Oft haben gemeinsame Abstimmungen gezeigt, dass trotz gegensätzlicher politischer Ausrichtungen das Wohl der Bürger in Mengede vorrangig war.“ Diese konstruktive Zusammenarbeit, so der Wunsch der Jockhecks, sollte möglichst oft fortgeführt werden.

Das Mengeder Parlament kommt erst im November wieder zusammen. Schon jetzt aber machen sich die beiden Mengeder Politiker Gedanken über etwaige Anfragen und Anträge. Die werden oft auch in Zusammenarbeit mit dem Ortsverband der Bündnisgrünen vorbereitet. Manfred Jockheck: „Nach Erhalt der Tagesordnung und der entsprechenden Unterlagen besprechen wir uns innerhalb der Fraktion. Auch Diskussionen mit unserem politischen Partner, der SPD, gehören zur Vorbereitung auf eine Sitzung.“ Eine Nachbereitung ist indes mindestens genauso wichtig. Manfred Jockheck nennt das „Sackenlassen“. Dies sei sicherlich erforderlich, um am Tag danach in der Fraktion eine Analyse vornehmen zu können. Weiter wichtig: Die Umsetzung von Beschlüssen. „Das“, sagen beide unisono, „halten wir akribisch nach.“

Warum die Sympathien für die Grünen? „Bei denen“, sagt Sabine Jockheck, „herrscht bei der Bearbeitung der Themen eine große Transparenz. Dazu gibt es keinen Fraktionszwang. Und jeder kann seine Meinung frei äußern. Die Zusammenarbeit zwischen den Gremien und der Basis funktioniert.“

Im Hause Jockheck wird die kommunale Tagespolitik in Zukunft einen hohen Stellenwert einnehmen. Dessen ungeachtet, sagen die Eheleute auch hier übereinstimmend, „bleibt genug Zeit für Privates, für unsere Familie und auch für unsere Hobbys.“

Norbert Jacobs



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