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Nostalgiekirmes

„Das Leben ist ein Drahtseil-Akt“

22.07.2012 | 17:19 Uhr
„Das Leben ist ein Drahtseil-Akt“
Nostalgie-Kirmes im Mengeder Volksgarten mit Seilakrobat Falko Traber. Foto: Kevin Schrief

Mengede.   Mengede.Ob der 26. August, der Tag der Wiederholungswahl, für den inzwischen zum Beauftragten des Regierungspräsidenten ernannten Bruno Wisbar auch zu einem solchen Nervenkitzel werden wird wie der vergangene Freitagabend, bleibt abzuwarten. Jedenfalls musste sich der ehemalige Bezirksbürgermeister anlässlich der Nostalgiekirmes im Volksgarten bei einem Drahtseilakt behaupten.

Ob der 26. August, der Tag der Wiederholungswahl, für den inzwischen zum Beauftragten des Regierungspräsidenten ernannten Bruno Wisbar auch zu einem solchen Nervenkitzel werden wird wie der vergangene Freitagabend, bleibt abzuwarten. Jedenfalls musste sich der ehemalige Bezirksbürgermeister anlässlich der Nostalgiekirmes im Volksgarten bei einem Drahtseilakt behaupten.

Falko Traber, Akteur der groß angekündigten Hochseil-Show, sauste mit seinem Cross-Motorrad über das in luftiger Höhe gespannte Drahtseil, während der SPD-Politiker auf dem am Bike montierten Sitz Platz nehmen durfte, der sonst für Trabers 14-jährigen Sohn Fernando reserviert ist.

800 Besucher am Freitag

Laut Augenzeugen hat „der Bruno“ seine Sache gut gemacht. Der Hochseilartist nimmt’s gelassen: „Ich mache das seit meinem sechsten Lebensjahr“, sagt Falko Traber, der an allen drei Kirmes-Tagen – auch am gestrigen Sonntag – auftrat. Hochspannung live, verspricht das Plakat. Patrick Arens und das Stadtbezirksmarketing als Veranstalter lösen das Versprechen ein. 800 Besucher hat Arens schon zum Auftakt am Freitag ausgemacht.

Auch was die Besucherzahl am Samstag betrifft, ist er – im Gespräch mit der Stadtteil-Zeitung – guter Dinge. Ob die Nostalgiekirmes neben dem TBV-Wochenende und dem mittelalterlichen Gaudium zum festen Bestandteil des Volksgarten-Festkalenders werden wird, steht noch nicht fest: „Wir werden Bilanz ziehen und dann entscheiden“, sagt Patrick Arens. Das Feuerwerk jedenfalls, das den samstäglichen Nachthimmel in Mengede erhellt hat, konnte sich sehen lassen.

„Etwas mehr Nostalgie“, hat Besucherin Inge Valerius aus der Mengeder Heide auf der Kirmes vermisst. Patrick Arens und sein kompetentes Schausteller-Team konnten eine Attraktion auf der Wiese des Volksgartens aus Sicherheitsgründen nicht aufbauen.

Nostalgische Preise

Aber Karussell, Überschlagschaukel und andere Publikumsmagnete ziehen die Mengeder Bürgerinnen und Bürger in ihren Bann. Bei „nostalgischen Preisen“ bleibt Papas Geldbeutel zwar angekettet, aber doch recht locker in der Hosentasche. „Ich will noch mal fahr’n“, jammert ein Dreikäsehoch – und Papa streicht ihm über sein strohblondes Haar und zahlt für die nächste Fahrt.

Ein Riesenrad fehlt. Was etwa in Wien – am Prater – die Menschen lockt, würde auch im Mengeder Volksgarten fürs Schlange-Stehen sorgen. Mengede von oben. Das wär’s! Falko Trabers Hochseil-Partnerin Sophia hat den Überblick. Sie tänzelt, auf einem Bein stehend, hoch über dem Publikum des Mengeder Volksgartens. Applaus! „Das ganze Leben ist eben doch ein Drahtseil-Akt“, meint Falko Traber.

Sebastian Schulte



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