Das erste Reitturnier auf neuem Sand

19 Prüfungen, 650 Starts und etwa 300 Reiter: Wenn am Freitag (10. 7.) morgens um zehn Uhr zum ersten Mal die Startglocke erklingt, beginnt auf der Reitanlage an der Mosselde eines der großen Spring- und Dressurturniere im Dortmunder Raum. Mit einer entscheidenden Neuheit.

Westerfilde.. "Wir freuen uns über mehr Starts als im vergangenen Jahr. Aber traditionell findet unser Turnier immer in den Ferien statt. Das ist mit Blick auf die Meldungen immer schwer", erklärt Frank Reinermann, Geschäftsführer des Reitervereins Kirchlinde. "Das Besondere aber ist, dass bei uns nicht nur hervorragender Sport geboten wird, sondern vor allem die familiäre Atmosphäre den Reiz der Veranstaltung ausmacht."

Zentraler Treffpunkt der Pferdefreunde ist die Kaffeestube im Zelt. "Da gibt es nur selbstgebackenen Kuchen, nix von der Stange", versichert Reinermann. Sportlicher Höhepunkt der Reitertage an der Grenze zwischen Westerfilde und Kirchlinde ist eine Dressurprüfung der Klasse S, der "Prix St. Georges Special".

Weitere Dressurprüfungen finden in den Klassen E, A, L, M und S, Springprüfungen in den Klassen E, A, L und M statt. Hinzu kommt eine Jugendreiterprüfung in der Dressur: für alle Nachwuchsreiter, die zum ersten Mal Turnieratmosphäre schnuppern wollen.

Nachwuchsarbeit

Ohnehin schreibt der Reiterverein Kirchlinde die Nachwuchsarbeit groß: Von den 130 aktiven Reitern sind mehr als 100 jünger als 20 Jahre. Seit Herbst vergangenen Jahres kümmert sich Rebekka Jütten um den Nachwuchs. Die Reitlehrerin vom Niederrhein gewann vor einem Jahr an der Mosselde die S-Prüfung in der Dressur. "Nun haben wir eine fest angestellte Reitlehrerin", betont Reinermann.


Im Ponyclub lernen schon die Jüngsten, gerade einmal Dreieinhalbjährigen, in Begleitung eines Elternteils das Reiten. Zwölf vereinseigene Pferde stehen dafür in den Boxen.

Die Reitanlage ist ein Treffpunkt im Stadtteil - Kinder und Jugendliche sind Teile der 200-köpfigen Vereinsfamilie. Und die fasst mit an, wann immer es etwas zu tun gibt. Ob Heu-Ballen auf den Boden der Scheune gepackt werden müssen oder die Außenanlagen für das Turnier vorbereitet werden: "Wenn ich frage, hilft jeder gern", freut sich der Geschäftsführer.

Neue Deckschicht

Unterstützt durch Sponsoren und in Eigenleistung erneuerte die Vereinsfamilie die Turnierplätze. Dressur- und Springreiter erleben am Turnierwochenende eine von Grund auf sanierte Anlage: mit einem Unterbau aus Dolosand, strahlend hellem Kirchhellener Sand als Deckschicht und neuen Umrandungen.