Das ändert sich mit dem neuen Bäckerei-Standort

An der Limbecker Straße 20 ist der Bäcker. Das war seit einer gefühlten Ewigkeit so. Doch ab Donnerstag müssen sich die Lütgendortmunder umorientieren. Doch für die Kunden gibt es damit einige Verbesserungen.

Lütgendortmund.. Die Bäckerei Grobe zieht um. Gleiche Straße, aber Hausnummer 14, ehemalige Schlecker-Filiale: Dort gaben sich gestern Morgen noch die Handwerker die Klinke in die Hand. Jürgen Hinkelmann, geschäftsführender Gesellschafter der Bäckerei Grobe, bringt das nicht aus der Ruhe. Es ist nicht der erste Umzug, den er meistern muss. Aber einer, der den Lütgendortmund ein neues Grobe-Gefühl beschert.


Das unterstreichen schon die nackten Zahlen. Das alte Ladenlokal ist 80 Quadratmeter groß, das neue 206. Statt 14 Sitzplätzen im Caf-Bereich gibt es künftig 67. "Dann bekommen wir einen größeren Ofen, haben dann noch mehr warme Snacks im Angebot", listet der 52-Jährige auf. Und: das neue Geschäft ist barrierefrei, wer es betritt, muss keine Stufen mehr steigen.

Klares Bekenntnis zu Lütgendortmund

"Trotzdem ist es mir sehr schwer gefallen, das alte Geschäft zu verlassen", gibt Hinkelmann unumwunden zu. Immerhin hat es am alten Standort ja auch schon immer nach Brötchen und Kuchen geduftet. Erst die Bäckerei Becker, später Hermanns Backstube und dann seit 2002 Grobe: Gut möglich, dass manch ein Lütgendortmunder in der ersten Zeit versehentlich das alte Geschäft ansteuert.

"Mit dem Umzug wollten wir aber auch ein klares Bekenntnis zum Standort Lütgendortmund abgeben", sagt Jürgen Hinkelmann, der nun eine der beiden leeren Schleckerfilialen in Lütgendortmund neu belebt. "Ich würde mich freuen wenn nun auch im Umfeld etwas passiert", sagt Hinkelmann mit Blick auf die Limbecker Straße. Dort hat das benachbarte Zoofachgeschäft an der Limbecker Straße 16 bereits den Räumungsverkauf eingeläutet. Ein neuer Leerstand droht.

Um andere Geschäfte ranken sich Gerüchte. "Gerüchte, die völliger Quatsch sind", ärgert sich Wilhelm Mohrenstecher, der weder seine Drogerie, oder sein Reformhaus, noch sein Caf schließen will. "Trotzdem werde ich regelmäßig auf angebliche Schließungsabsichten angesprochen. Tatsächlich plane ich nicht eine einzige", stellt der Geschäftsmann klar.
Er hofft wie vielmehr, dass die durch den Grobe-Umzug entstandene Lücke schnell wieder durch einen neuen Anbieter geschlossen wird. "Alles was Kunden in unsere Straße bringt, ist hoch willkommen", sagt er. "Wettbüros oder ähnliches nicht."