Darum fliegt das Huckarder Nashorn jährlich durch die Luft

Viele Huckarder werden es in den vergangenen Tagen vermisst haben: Ihr geflügeltes Nashorn, das seit 2006 den Marktplatz ziert. Einmal im Jahr macht sich der Dickhäuter für ein paar Tage aus dem Staub - und das ganz elegant: Er schwebt davon.

Huckarde.. Alle Jahre wieder, wenn die Pfingstfirmes im Huckarder Ortskern Einzug hält, heißt es für das Huckarder Nashorn Abschied nehmen. Es darf nie dabei sein, wenn tierische Kollegen wie etwa der stolze Schwan des Kettenkarussells ihre Runden drehen. Der Grund ist ein ganz einfacher: "Das Nashorn soll auf Wunsch der Kirmesbetreiber vor dem Kirmestrubel geschützt werden", berichtet Stadtsprecher Hans-Joachim Skupsch.

Betriebshof ist Übergangsquartier

Für ein paar Tage muss sich die lebensgroße Figur deshalb mit dem städtischen Betriebshof an der Deusener Straße als Übergangsquartier zufrieden geben. Der ist nicht weit entfernt, doch auf seinen kräftigen Beinen legt das Nashorn den Weg nicht zurück. Es mag es lieber eleganter und bequemer. Deshalb darf es schweben. Möglich machen es Mitarbeiter des Tiefbauamtes, die das geflügelte Nashorn, das leider nicht fliegen kann, für die Abreise und die Rückkehr einfach an den Haken ihres Baggers hängen.

Mit Wahrzeichen aus Huckarde und Kirchlinde verziert

Das Huckarder Nashorn steht seit April 2006 auf dem Marktplatz. Ihren Ursprung haben die Nashorn-Figuren im Konzerthaus, danach gab es eine Kunstaktion, bei der Sponsoren eine Skulptur erwerben, gestalten und aufstellen lassen konnten. Der Airbrush-Designer Jean-Luc Mnager hat dieses Exemplar mit Wahrzeichen aus Huckarde und Kirchlinde verziert. Dortmunds Nashörner werden häufig Opfer von Attacken. Dem ADAC wurde eines der Nashörner sogar schon einmal gestohlen.

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