Chris Andrews zieht alle Register
15.02.2010 | 17:53 Uhr 2010-02-15T17:53:00+0100Lütgendortmund. Der „Tag für Lütgen", das Showspektakel für einen wohltätigen Zweck, war immer schon ein Stelldichein bekannter Künstler. Jetzt hat IGLV-Chef Reinhard Sack noch einmal draufgesattelt: Das Programm bei der 28. Auflage am Sonntag im PZ setzte Maßstäbe.
Und das nicht nur, weil die IG Lütgendortmunder Vereine einen Topstar der 60er-Jahre begrüßen durfte: „Wir freuen uns, dass du das wahr gemacht hast und gekommen bist”, bedankte sich Sack bei Chris Andrews. Der hatte zuvor – als „Höhepunkt des Abends" – zeitlose Pop-Klassiker zum Besten gegeben: „Yesterday Man”, „Pretty Belinda”, auch „Long Live Love”. Der Titel sei 1964 seine „erste Nr. 1 in Großbritannien” gewesen, ließ Andrews wissen. Der ist zwar, anders als er eingangs scherzhaft behauptete, keine 42 mehr, ließ sich aber nicht lumpen und zeigte vollen Einsatz – noch immer mit langer dunkler Haarpracht, teilweise mit dunkler Sonnenbrille, Lederhose und wechselnden Show-Sakkos.
Vierstündiges Programmder Extraklasse
Und bei seinem Medley mit Rock 'n' Roll-Stücken von Peggy Sue bis Blue Suede Shoes bot sich im ausverkauften PZ der Heinrich-Böll-Gesamtschule ein schönes Bild: Dort rockten viele in Ehren ergraute Senioren aus der „Generation Elvis” ab wie einst in den 50er und 60ern. Da war es schon eine Ecke nach 20 Uhr.
Vorausgegangen war ein vierstündiges Programm der Extraklasse. Highlights: Petra Curran sang Stücke aus „West Side Story” und Evergreens wie „Somewhere Over The Rainbow”. Klaus Rupprecht, Stammgast im Kölner Karneval, bekannt aus TV-Sendungen, unterhielt mit der Bauchredner-Nummer „Klaus & Willi” glänzend. Zudem: Mr. Tomm, dessen Parodien (mit Nummern von Dean Martin und Louis Armstrong) stilecht daherkamen. Schließlich „Hobi”: Der war bei seinen Imitationen (von Gerhard Schröder bis hin zu Inge Meysel) ebenfalls nah dran am Original. Verblüffend seine Gedächtnisshow: Er lief durch den Saal und sprach einen Großteil der Gäste namentlich an – obwohl ihm die meisten erstmalig begegnet sein dürften. Wie immer gab's beim „Tag für Lütgen" nicht nur Showgrößen, sondern auch viel Lokalkolorit: Reinhard Sack, der mit IGLV-Vize Peter Bercio gewohnt souverän durchs Programm führte, präsentierte viele Künstler heimischer Vereine und Chöre: Akkordeon-Orchester Lüdo, Somborn-Chor, MGV Concordia, Kiek es drin, Shanty-Chor sowie Tanzsportclub Dortmund. Und natürlich dabei: Prinzenpaar Alexander I. und Heike II. Denen gab Sack beste Wünsche für den Rosenmontagszug mit – verbunden mit dem Hinweis, dass bekanntlich „der halbe Friedensplatz mit Leuten aus Lütgendortmund gefüllt” sei. cc
12:42
Ich finde es diskriminierend wenn Sie uns als ergraute
Senioren bezeichnen, ich wünsche ihnen eine Glatze
und 3 graue Haare