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Kampf gegen umstrittenen Neubau in Mengede

Bürgerinitiative gibt nicht auf

27.12.2012 | 21:00 Uhr
Bürgerinitiative gibt nicht auf
Die Häuser an der Mengeder Str. 688 - 694 sollen abgerissen werden.Foto: Kevin Schrief

Mengede. Die Bürgerinitiative Alt-Mengede, die sich für den Erhalt des Ortskerns einsetzt, geht auf den Bauherrn und seinen Architekten und Investor zu, die den Neubau einer Seniorenwohnanlage an der Mengeder Straße planen: „Wir wollen unsere Bedenken vortragen und Vorschläge besprechen, wie man es anders machen könnte“, beschreibt Christian Willing von der Bürgerinitiative deren Anliegen.

Auf einer der letzten Zusammenkünfte – die Mitglieder der Initiative treffen sich immer montags abends – haben sie das weitere Vorgehen festgelegt, nachdem der Bauherr, wie berichtet, von der Stadt die Genehmigung zum Abriss der Häuser bekommen hat. „Nach wie vor sind wir der Meinung, dass der geplante Gebäudekomplex einen Fremdkörper in Alt-Mengede darstellt“, fasst Willing die Eindrücke zusammen. Auch einen zweiten, nachgebesserten Entwurf für den Neubau hält Christine Elias von der Initiative für „verbesserungswürdig“. Es müsse (noch) mehr „Rücksicht auf die Bebauung in der direkten Nachbarschaft“ genommen werden.

Das Grundanliegen der Initiative: Der „historische Charakter“ des Ortskerns von Mengede müsse erhalten bleiben. Das gelte sowohl für die Bausubstanz, aber erst recht für das Erscheinungsbild: die kleinteilige Bebauung. Dazu passe kein Gebäudekomplex.

„Bisher wird nur übereinander gesprochen, nicht miteinander“, stellt Christine Elias fest.

Mit dem Denkmalamt abgestimmt

Die Pläne für den Neubau der Seniorenwohnanlage mit 24 barrierefreien Wohnungen sei mit der Unteren Denkmalpflege der Stadt Dortmund abgestimmt, sagt das Architektenbüro GEG.

Gemeinsam seien dabei bereits Änderungen in die Pläne eingeflossen.

Das soll sich jetzt mit der Einladung an den Bauherrn Friedrich-Wilhelm Galenbrügge, seinen Architekten Manfred Andexer (Grundstücksentwicklungsgesellschaft GEG) und den Geldgeber Dr. Lutz-Peter Lührmann, sich an einem Runden Tisch zusammenzusetzen, ändern.

Dabei will die Initiative auch die Skizze eines Entwurfs vorlegen, wie sie sich eine bauliche Umfeldverbesserung vorstellt, die sich besser in den Ortskern Mengede einpasst.

Zweckentfremdung durchdie Stadt genehmigt

Die Hoffnung, dass die Häuser Mengeder Straße 688 – 694 erhalten bleiben, hat die Initiative wohl inzwischen aufgegeben. Unlängst hatte die Stadt – wie berichtet – eine Zweckentfremdung genehmigt und damit die Grundlage für den Abriss des Wohnraums gelegt, gegen den die Initiative seit Spätsommer kämpft: Sie hat sich frühzeitig in einem offenen Brief an die Bürger/innen in Mengede und die Bezirksvertretung gewandt.

Mittlerweile ist das Genehmigungsverfahren für Abriss und Neubau fortgeschritten.

Carsten Menzel



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