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Musiktheater Piano

Bluessängerin Carolyne Mas spielt Konzert mit viel Gefühl

19.02.2013 | 15:17 Uhr
Carolyne Mas hielt trotz Erkältung tapfer durch.
Carolyne Mas hielt trotz Erkältung tapfer durch.Foto: Stephan Schütze

Lütgendortmund.  Carolyne Mas braucht auf der Bühne nicht viel: Gitarre, E-Piano, Mikrophon - und dieses Mal auch Taschentücher. Die amerikanische Blues- und Rocksängerin stand ihren Auftritt im Musiktheater Piano am Samstag trotz fieser Erkältung tapfer durch.

Sie käme gerade aus Bremen von Verwandten, erzählt sie zu Anfang des Konzerts. Dort habe sie sich wohl angesteckt. Carolyne Mas hat die momentane Grippewelle erwischt. Vom Singen konnte sie das nicht abhalten. Bewaffnet mit Taschentüchern, viel Wasser und ein wenig Jägermeister trieb sie ihre Stimme an deren Grenze.

Erwachsen und warm
Trotz dieses "Handicaps" konnte die aber noch Einiges. Die Stimme der 58-Jährigen klang, ihrem Alter angemessen, erwachsen und warm. Carolyne Mas beherrschte sie die meiste Zeit über und wagte sich auch an komplizierte Figuren in hohen Tonlagen.

Ab und zu schrammte sie dabei knapp an der Grenze zum falschen Ton vorbei. Kleinere Patzer, die das Gesamtbild kaum trübten.

Anekdoten aus dem Musikerleben
Ein bisschen schien es, als würde die Sängerin vor alten Freunden spielen. Immer wieder erzählte sie zwischen den Stücken Anekdoten aus ihrem Musikerleben. Einmal habe sie, erzählt Carolyne Mas, in New York in einem Club gespielt - während des Live Aid Konzerts.
"I should have just put a TV on stage", scherzt sie heute über das damals fehlende Publikum. Sie hätte einfach einen Fernseher auf die Bühne stellen sollen.

Kraftvolle Persönlichkeit
Ihren größten Hit hatte Carolyne Mas in den 80ern mit dem Lied "Sittin‘ In The Dark". Am Samstag hat sie den natürlich auch gespielt und ist damit beim Publikum glänzend angekommen. Überhaupt war dieses mit verliebt kuscheln, wild tanzen oder andächtig zuhören ganz gut beschäftigt.

Klar, man hörte der Sängerin ihre Erkältung an. Doch was ihr manchmal an Kraft in der Stimme fehlte, machte sie locker durch die Kraft ihrer Persönlichkeit wett.

Von Bastian Pietsch

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