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Nachhilfe in Eigenregie

Bildungsverein wartet auf Freigabe

14.01.2013 | 17:34 Uhr
Bildungsverein wartet auf Freigabe
Das ehemalige Ladenlokal in der Geschäftszeile an der Speckestraße 1 in WesterfildeFoto: Michael Printz / WAZ Fotopool

Westerfilde.   Der Umbau eines ehemaligen Geschäftslokals in Westerfilde zum Nachhilfetreff ist abgeschlossen. Jetzt fehlt dem Verein nur noch die Freigabe durch die Stadt.

Der Umbau ist nach Angaben des Vereins abgeschlossen; sobald die öffentliche Abnahme der Räume durch die Stadt stattgefunden hat, kann die Begegnungsstätte öffnen: Der neu gegründete Oku-Bildungsverein, der in Eigenregie Nachhilfe und Förderunterricht für Kinder und Jugendliche anbieten will, ist bereit, seine Arbeit in Westerfilde aufzunehmen. Das bestätigte jetzt Murat Dadas, einer der Motoren des Vereins, auf Nachfrage unserer Zeitung.

Für 30 Kinder und Jugendliche

„Es gab viele fleißige Hände, die beim Umbau geholfen haben“, berichtet Dadas über eine zügige Umgestaltung der Räume in einer Ladenzeile an der Speckestraße: Aus dem früheren Hifi- und TV-Geschäft ist demnach eine Bildungs- und Begegnungsstätte geworden. Viel Aufwand habe der Verein nicht zu betreiben brauchen, so Dadas: „Ein paar Malerarbeiten, ein bisschen tapezieren – das war’s schon.“

Die eigentliche Bildungs- und Begegnungsstätte ist im Erdgeschoss untergebracht; im Kellergeschoss gibt es einen Abstell- und einen Sozialraum.

Nachhilfe und soziales Lernen

Der neue Treffpunkt soll laut Nutzungs-Änderungsantrag an Werktagen zwischen 8 und 20 Uhr und an Sonn- und Feiertagen zwischen 10 und 17 Uhr öffnen.

Das Angebot umfasst Hausaufgaben- und Nachhilfe, Lesegemeinschaften, Ernährungslehre und soziales Lernen und richtet sich an Kinder und Jugendliche.

Aus Sicht des Vereins könne die inhaltliche Arbeit jetzt beginnen – wenn die Freigabe durch die Stadt vorliegt. Dadas: „Es muss eine offizielle Abnahme der umgestalteten Räume durch das Bauordnungsamt geben. Der Verein wartet auf diesen Termin. Danach kann es losgehen.“

Dadas spricht von einer „großen Zahl von Anmeldungen“, die bereits vorlägen – und zwar schon aus einem Zeitraum, bevor der Umbau überhaupt begonnen habe. Das Nachhilfe- und Förderangebot ,richte sich an 30 Kinder und Jugendliche; mehr dürfe der Verein in den Räumen wegen des Platzangebots nicht unterrichten.

Offen für alle Nationalitäten

Hinter dem Oku-Bildungsverein stehen nach eigenen Angaben mehrere Familien, größtenteils türkischer Herkunft, die das Bildungsangebot im Stadtteil in Eigenregie auflegen. Der Verein betont, Menschen aller Nationalitäten ansprechen zu wollen; dies sei ausdrücklich in der Satzung so festgeschrieben.

Die Stadtverwaltung hatte bereits im Oktober (wir berichteten) mitgeteilt, dass die neue Nutzung der Räume an der Speckestraße dem Bebauungsplan entspricht und es somit einen Anspruch auf Erteilung der (Bau-)Genehmigung gebe.

In der Mengeder Bezirksvertretung stießen die Pläne des Oku-Bildungsvereins in der vergangenen Dezember-Sitzung mit Blick auf das bereits bestehende und erfolgreiche Projekt „Bürger-Wohnung“ in der Straße Am Wehrling auf ein geteiltes Echo.

Carsten Menzel

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