Bewährungsstrafe für Brandstifter - 22-Jähriger weint vor Freude

Große Erleichterung bei dem 22-jährigen Brandstifter vom Dorstfelder Wilhelmplatz: Das Amtsgericht hat den jungen Mann am Montag zu einer Bewährungsstrafe von zwei Jahren verurteilt. "Das ist Ihre allerletzte Chance", sagte die Richterin zum Angeklagten. Der 22-Jährige weinte vor Freude.

Dorstfeld.. Die milde Entscheidung der Richter hatte der junge Mann vor allem seinem späten Geständnis zu verdanken. Nachdem er am ersten Verhandlungstag noch alles abgestritten hatte, rang er sich am Montag auf Anraten seines Verteidigers Boris Strube dann doch noch zu einer neuen Erklärung durch.

100 Rettungskräfte im Einsatz

"Ja, ich habe das gemacht", bestätigte der 22-Jährige. Eine Erklärung für seine leichtsinnige Tat könne er aber nicht liefern. Bei dem Großfeuer waren mindestens 13 Fahrzeuge zerstört worden - darunter mehrere wertvolle Oldtimer. Zeitweise waren bis zu 100 Rettungskräfte im Einsatz, um gegen die Flammen und die starke Rauchentwicklung vorzugehen.

"Wir gehen davon aus, dass der Angeklagte von den Auswirkungen selbst völlig überrascht wurde", hieß es in der Urteilsbegründung. Der junge Mann habe großes Glück gehabt, dass damals nur Sachschaden entstanden sein.

Wenn dieser auch ganz sicher bei mehreren Hunderttausend Euro liege. Der 22-Jährige verließ den Gerichtssaal mit einem breiten Lächeln. Vor der Tür wartete seine schwangere Verlobte. Mit ihr hofft er nun auf eine bessere Zukunft.