Begegnungsstätte belebt Deusen

Die Mitglieder des Fördervereins. Foto: Jochen Linz
Die Mitglieder des Fördervereins. Foto: Jochen Linz
Foto: Linz/PiLi

Deusen.. Schon sechs Jahre kämpft der Förderverein Begegnungszentrum Deusen e.V. für sein damals erklärtes Ziel: Die Kirche sanieren, ein Begegnungszentrum eröffnen und einen Höhepunkt im Dortmunder Westen schaffen, der den Ortskern und das Umfeld attraktiver gestaltet.

Neben dem auffälligen Kirchenschiff gehören auch rund 300 Quadratmeter Gastronomiefläche und ein eigenes Jugendhaus zu dem Zentrum. Mit insgesamt 140 unterstützenden Händen, mehr als 6000 geleisteten Arbeitsstunden, 300000 Euro Fördergeldern vom Land und nochmal so viel von Privatspendern konnte der Förderverein bereits letzten Sommer Richtfest feiern und steht nun kurz vor der Fertigstellung des Gebäudekomplexes Mitten in Deusen, wo dann regelmäßig Veranstaltungen für die Deusener stattfinden werden. „Langfristig finanziert sich so ein Vorhaben aber nur, wenn wir einen guten Gastronomen im Haus haben“, erklärte der Vorsitzende des Vereins Ulrich Küpper. Nachdem bereits zwei Gaststättenbetreiber aus dem Projekt ausgestiegen waren, scheint dieser nun gefunden. „Ich habe mir die Kirche angeguckt, es war Liebe auf den ersten Blick“, erinnert sich der künftige Gastronom des Begegnungszentrums Michael Hohoff. Für das kulinarische Wohl der Deusener hat sich der Café und Konditorei Besitzer aus Waltrop etwas Spezielles einfallen lassen: Brennendes Steak bei 800°C. „Die Idee habe ich aus einem Steakhouse in New York“, berichtete Hohoff von seiner Urlaubsidee. „Bei dieser Hitze öffnen sich in kürzester Zeit die Poren; das sorgt für einen besonderen Geschmack“, erklärte Hohoff.

Für Wohl-fühlambiente sollen in „Hohoffs 800°“, wie das Steakhouse heißen wird, 300 Jahre alte Eichenmöbel, ein fast so alter Holzboden und in der Sommersaison ein bayerischer Biergarten sorgen. „Außerdem wird es eine urige Kaminecke mit einer Bücherwand und mehreren Kerzenkronleuchtern geben“ versprach Hohoff eine exklusive Innenausstattung für die Eröffnung des Restaurants Anfang Juli. Neben der Steakidee soll auch die Optik der Fassade aus Übersee importiert werden. Mit witterungsbeständigen Holzplanken aus Cape Cod (Kap Kabeljau), einer Halbinsel an der Ostküste Kanadas, soll das Nebengebäude der Deusener Kirche ein Blickfang für die Besucher werden. „Mit der Eröffnung des Betriebs in unserem Begegnungszentrum schaffen wir eine Win-Win-Situation“, freute sich auch der zweite Vorsitzende des Fördervereins, Jörg Karpowitz, über die Zusammenarbeit mit Hohoff und meint damit, dass Gäste der Begegnungsstätte ihren Hunger in „Hohoffs 800°“ stillen können, während Gäste des Restaurants über soziale Projekte informiert werden. „Zusammen haben das Begegnungszentrum und die Gastronomie wirklich Strahlkraft“, lobte Peter Strege, die graue Eminenz des Vereins, die Lage der Einrichtung.