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Aus der Steilwand in die Baumkronen

21.01.2008 | 18:29 Uhr

Wischlingen/Im Westen. Gipfel oder Wipfel? Klettermaxe haben im Westen bald die Qual der Wahl. ...

... Neben dem Dorstfelder Kletterfelsen und dem "Projekt Bergwerk" auf der Kokerei Hansa kündigt sich eine neue Herausforderung an: ein natürlicher Klettergarten im Revierpark Wischlingen. Tarzan und Jane hätten ihre Freude: Auf zwei Hektar Waldfläche, zwischen Revierpark-See und Haus Wischlingen, sollen sich Schwindelfreie schon ab 15. März in die Lüfte schwingen können. Unterschiedliche Schwierigkeitsgrade sind vorgesehen.

Parcours für Knirpse und Wipfelstürmer

In der ersten Bauphase sollen zwei Kinderparcours für Kletterknirpse bis 1,40 Meter Körpergröße entstehen. Auf 16 Plattformen und Elementen können sie Geschicklichkeit und Gleichgewichtssinn testen - in der für Erwachsene noch greifbaren Höhe von zwei Metern. Aspiranten ab 1,40 Meter Größe stehen drei verschiedene Parcours mit jeweils 15 Plattformen zur Verfügung. Die möglichen Klettertouren gipfeln in Übungen in zehn Metern Höhe.

"Anscheinend ist der Markt groß genug"

Dorstfeld, Huckarde und jetzt auch noch Wischlingen - das sind dann drei Klettertouren im Umkreis von sieben, acht Kilometern. Nicht ein bisschen viel für eine überschaubare Klientel? "Nein", sagt Heinz Puppendahl, Kletterwart beim Dortmunder Alpenverein, der den Dorstfelder Kletterfelsen betreut. "Es könnte sogar eine sinnvolle Ergänzung sein."

Schon allein aus wettertechnischer Sicht. "Im Sommer ist der Felsen am Vogelpothsweg ständig belegt, zumal die Benutzung kostenlos ist", berichtet Puppendahl. Im Winter ziehe die Climber-Gemeinde dann in die Hallen.

Die Wipfelstürmer im Revierpark liefen außer Konkurrenz. "Eine Baumkletteranlage, wie in Wischlingen geplant, ist nicht vergleichbar mit den bestehenden Angeboten. Dort sollte es mehr um Erlebnispädagogik als ums reine Klettern gehen. Das sind eher Balanceübungen, die sich für Schulklassen und Vereine eignen", so Puppendahl.

Den Klettertrend sieht der Alpinist ungebrochen - zu seiner eigenen Verwunderung. "Um ehrlich zu sein: Vor Jahren habe ich gesagt, die Hallen machen Pleite. Aber es kommen immer mehr, und alle sind voll. Die Szene boomt. Anscheinend ist der Markt groß genug", sagt Puppendahl.

Das gilt auch für den Alpenverein: "Wir haben weniger Kurse als Nachfragen", berichtet der Kletterwart.

Von Klaus Brandt

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