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Grevendicks Feld

Anwohner lassen Dampf ab

04.02.2011 | 17:17 Uhr
Anwohner lassen Dampf ab
Bei der Bürgerversammlung zum Thema „Grevendicks Feld“ kochten die Emotionen hoch. Foto: Jochen Linz

Lütgendortmund.Die Flüchtlinge vom Westfalendamm sollen in die Stadtsiedlung Grevendicks Feld umziehen. So hat es jüngst der Verwaltungsvorstand beschlossen. Vieles spricht dafür, dass der Rat auf seiner Sitzung am 31. März dieser Empfehlung nachkommt. Donnerstag Abend hatte die Bezirksvertretung Lütgendortmund zu einer Bürgerversammlung eingeladen. Rund 230 Besucher - davon zahlreiche Anwohner - machten ihrem Ärger im evangelischen Gemeindehaus an der Westricher Straße Luft und fühlten einem hochrangig besetzten Podium mit Sozialdezernentin Birgit Zoerner an der Spitze gehörig auf den Zahn. Die Stadtteil-Zeitung fasst die wichtigsten Fragen und Antworten zusammen.

Wie viele Flüchtlinge ziehen denn nun in die Stadtsiedlung Grevendicks Feld, wenn der Rat grünes Licht gibt?

Es handelt sich um insgesamt 143 Personen, 67 Erwachsene, 60 Jugendliche (16 - 18 Jahre) und 16 Kinder in Familien. Insgesamt sind 90 Prozent jünger als 25 Jahre.

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Kommentare
12.02.2011
12:32
Anwohner lassen Dampf ab
von Stefan2 | #14

Eine interessante Kampagne, der sich schon 56 deutsche Städte angeschlossen haben (Dortmund noch nicht):

http://www.save-me-kampagne.de/index.html

12.02.2011
12:30
Anwohner lassen Dampf ab
von Stefan2 | #13

Eine Presseerklärung des Bündnisses Dortmund gegen Rechts:

http://dortmundgegenrechts.wordpress.com/2011/02/06/fluchtlinge-nicht-kriminalisieren-neonazis-keinen-raum-geben/

06.02.2011
14:41
Anwohner lassen Dampf ab
von Eva-Maria | #12

EIN Scherbengericht !
Den Wutbürger einbinden - die Demokratie braucht lautstarke Bürger.
Wenn Bürger als Störer betrachtet werden, sind Störungen vorprogrammiert!
Es ist die Geisteshaltung der Politik, die feste klare Werte predigt, und doch selbst von Ängsten und einem Mangel an Selbstbewusstsein dominiert wird.
Nun kann man argumentieren, dass ein hochtouriges Selbstbewusstsein, bei gleichzeitig eher mittelmäßiger Leistung typisch ist für Politiker in der Provinz.
Statt aufzuklären warnt man lieber vor Stören.
Das Ziel muss sein, weniger zu versprechen und mehr zu liefern.
Die Politik, der Mehrheitspartei im Rat, in der Bezirksvertretung scheint ziemlich ratlos, an manchen Tagen geradezu verzweifelt zu sein, und tut das, was sie bedauerlicherweise sehr gut kann - sie nimmt übel!
Die Parteien, Volkparteien, müssen die Ängste ihrer Wähler der Menschen aufnehmen. Ängste die die Volksparteien offenbar viel zu leicht übergehen, nicht ernst genug nehmen.
Mit dieser Ignoranz öffnen sie Tor für Populisten und die den Hass in die Politik tragen.
Nicht jede Diskussion macht klüger, manche macht sogar dümmer.
Sie, die Politiker, sollten wissen, die hässliche Schwester des Pathos, heißt Lächerlichkeit. Es geht auch um Stil und die Frage, wie viel Pathos verträt die Politik.
Die Worte der Politik zur Sache klingen wie Heino´s Lieder.

Politiker müssen endlich lernen die Ängste der Bürger ernst zunehmen und wirkliche Lösungen anzubieten. Doch in der Sache Grevendicks Feld wird der Bürger nur übergangen und Schluß.

05.02.2011
23:57
Anwohner lassen Dampf ab
von movienrz | #11

In der Zeit von 05/2003 bis 04/2006 habe ich nur etwa 100 m vom Grevendicks Feld auf der Provi gewohnt - leider ohne vorherige detaillierte Ortskenntnisse der unmittelbaren Umgebung.
Bereits damals lebten Farbige in den ersten Häusern (vor der Kurve) im Grevendicks Feld. Die habe ich damals für mich als eher unproblematisch erlebt, denn wenn deren Müllcontainer oder Wohnungen brannten, wohnte ich schon weit genug weg, um nicht unmittelbar gefährdet zu sein. Aus dem Obergeschoß hatte ich einen regelrechten Logenplatz, von dem ich das pitoreske Geschehnen beobachten konnte.

Gestört haben damals allerdings die Säufer aus dem Grevendicks Feld, die bei trockenem Wetter lautstark vor dem Kiosk auf der anderen Straßenseite lärmten. Securities gab es zu der Zeit im Penny-Markt jedoch noch nicht. Auffällig war mit dem Niedergang von Opel der fortschreitende soziale Verfall auf der Provi von Langendreer bis Lüdo. Rückwirkend betrachtet war mein Wegzug aus dem heiklen Umfeld 2006 die richtige Entscheidung.

05.02.2011
23:14
Anwohner lassen Dampf ab
von AnwohnerLuedo | #10

An #9
Alles richtig erkannt! Es geht hier nicht um Ausländerfeindlichkeit oder mangelnde Hilfsbereitschaft, sondern um die Sicherheit der Lütgendortmunder Bewohner. Egal welche Nationalität wir nehmen, kommen mehrere Jugendliche zusammen ist der Ärger vorprogrammiert. Daher sollten Sie doch gleichmäßig auf alle Dortmunder Stadtbezirke verteilt werden. Und desweiteren können die 90% unter 25 Jahren nicht als Erwachsene gesehen werden. Ich bin selbst direkter Nachbar und finde es ebenfalls eine Frechheit, dass wir Anwohner erst kurz vor knapp über die geplante Umsiedlung informiert wurden und alles über unsere Köpfe hinweg entschieden wird! Ich schließe mich meiner Vorrednerin an und bin ebenfalls der Meinung, dass wir uns dagegen zu Wehr setzen müssen!

05.02.2011
22:23
Anwohner lassen Dampf ab
von Anwohnerin | #9

Als erstes würde ich gern einmal wissen, ob Sie ebenfalls an der Bürgerversammlung teilgenommen haben? Falls dies nämlich der Fall sein sollte wüssten Sie, dass das Thema Grevendicks Feld, wie es zur Zeit ist, ebenfalls aufgegriffen wurde. Und der Zusammenhang zwischen dem jetzigen Grevendicks Feld und der Umsiedlung besteht darin, dass diese zwei unterschiedlichen Parteien zusammengelegt werden sollen. ICH selbst war letztes Jahr betroffen, als mir ein Anwohner des Grevendicks Feld das Auto aufbrach! Und Ich wohne 500 Meter vom Grevendicks Feld entfernt. Also brauch mir keiner etwas von Dummheit erzählen! Die Menschen in der gegenüberliegenden Wilhelmshöhe wurden von Menschen aus dem Grevendicks Feld beraubt! Falls Sie nicht selbst unmittelbarer Nachbar sind, glaube ich nicht, dass Sie sich zu der Situation hier äußern können. Aber das ist genau das, was ich bereits erwähnte. Menschen die nicht direkt betroffen sind, haben immer gut reden. Wir, die direkten Nachbarn, sind diejenigen die ihre Häuserwände auf eigene Kosten säubern müssen, bei denen in die Wohnungen eingebrochen wird und so weiter. Und falls Sie einmal die Zeitungsberichte über die armen Asylanten genau verfolgen würden, würden Sie sehen, dass es sich hier nicht nur um Flüchtlinge handelt. Ich schicke Ihnen auf diesem Wege nocht einmal zwei links: http://www.derwesten.de/staedte/dortmund/Polizei-hat-Dealer-im-Westpark-im-Visier-id3337130.html und http://www.ruhrnachrichten.de/lokales/dortmund/lokalnachrichten_dortmund/Probleme-mit-dem-Asylbewerberheim;art930,1034811 Es ist eine Tatsache, dass die Menschen in diesem Asylantenheim Straftaten begehen. 90% der Asylbewerber werden wieder ausgewiesen. Und was meinen Sie warum dies geschieht? Weil es arme Flüchtlinge sind, die hier sich hier nichts zu schulden kommen lassen? Welche Kirche sollte ich also demnach im Dorf lassen? Falls Sie einmal in Bochum-Werne sind, fragen Sie doch einmal diese Anwohner wie sie mit ihrem Asylantenheim zurechtkommen. Ich weiß, dass die Menschen dort erhebliche Probleme mit dem Asylantenheim haben! Und hier im Grevendicks Feld wird es nicht anders sein. Oder meinen Sie, falls Sie die Artikel bereits gelesen haben, der Jugendrichter Peter Prause erzählt Unwahrheiten? Fakt ist nun einmal, dass es sich um Jugendliche und junge Erwachsene handelt, die straffällig geworden sind. 90% unter 25 Jahren. Ich wüsste nur zu gern, ob Sie selbst auch neben dem Grevendicks Feld mit seinen Obdachlosen (von denen schon genug straffällig geworden sind) und neben einem Asylantenheim mit kriminellen Jugendlichen / jungen Männern leben möchten?! Und diese beiden Parteien sollen zudem noch geballt auf einem Haufen leben. Wünschen Sie sich so etwas in Ihrer unmittelbaren Nachbarschaft? Vor allem wenn Sie Kinder haben? Und noch einmal zur Erinnerung, ich rede nicht von Asylanten die aus ihrem Land fliehen mussten und hier ein normales Leben führen möchten! Menschen, die ihre Pizzeria oder ihren Kiosk in unmittelbarer Nähe der Siedlung Grevendicks Feld haben, haben Angst vor dieser Konstellation. Und diese Menschen sind ebenfalls Ausländer, also könnte auch schonmal niemand mit dem Begriff Ausländerfeindlichkeit argumentieren. Das nur einmal am Rande. Und bevor Sie mir erzählen wollen, dass alles halb so wild ist, dann fahren Sie doch einmal in den Westpark oder nach Bochum-Werne zu dem Asylantenheim. Danach können wir uns gern weiter unterhalten.

05.02.2011
21:22
Anwohner lassen Dampf ab
von schmitzi | #8

@#7: Wenn sie die asozialen Verhältnisse an der Provinzialstr. in der Gegend beklagen, dann muss man sich doch fragen, ob wir da über die bösen Flüchtlinge oder nicht eher über die bösen Anwohner dort Angst haben müssten. Denn im Moment sind die Flüchtlinge ja noch nicht da und man kann sie nicht für die Verhältnisse dort jetzt schon beschuldigen.

Außerdem kann ich mir nicht vorstellen, dass jemand aus dem Grevendicks Feld in der unmittelbaren Nachbarschaft in Wohnungen einsteigt. Dann wäre er ja schön blöd.

In der Einrichtung sollen Flüchtlingen untergebracht werden. Nicht mehr und nicht weniger. Das sind Menschen, die vor Krieg und Verfolgung geflüchtet sind und hier um Asyl bitten, um nicht in ihre Heimat zurückzumüssen. Ich kann mir nicht vorstellen, dass die meisten es, dadurch, dass sie kriminell werden, riskieren wollen, wieder abgeschoben zu werden. Man sollte mal die Kirche im Dorf lassen. Ich habe mehr Angst davor, dass ich beim Überqueren der Provinzialstraße von rasenden Bochumern überfahren werden.

05.02.2011
20:15
Anwohner lassen Dampf ab
von Anwohnerin | #7

Als erstes möchte ich folgenden Satz aus diesem Artikel kommentieren: Die Bezirksvertretungen Lütgendortmund und Aplerbeck sowie die Fachausschüsse werden noch beraten, bevor der Rat Ende März die Entscheidung trifft.

Ende März, das heißt (wie uns auf der Versammlung mitgeteilt wurde) der 31. März! Kann mir nun jemand erklären wie der Umzug nun von statten gehen soll? Fassen wir also noch einmal zusammen: Am 31. März wird entgültig über den Umzug in die Siedlung Grevendicks-Feld entschieden und am 01. April ziehen die Asylanten in ihre neue Unterkunft?! Wird es also eine Nacht- und Nebelaktion? Werden angekündigte Umbaumaßnahmen in der Nacht vom 31.3. auf den 01.04. stattfinden? Wir Bürger sollen hier doch eindeutig vorgeführt werden. Ein an der Versammlung teilnehmender Anwohner fand die richtigen Worte: Diese Bürgerversammlung war ausschließlich eine Alibi-Veranstaltung! Der Umzug der Asylanten wird eindeutig über die Köpfe der Anwohner hinweg entschieden! Und jeder der an der Versammlung teilgenommen hat wird mir zustimmen, konkrete Antworten wurden NICHT genannt! Warum hat beispielsweise die Polizei keine Zahlen genannt? Weil man angeblich keine Äpfel mit Birnen vergleichen kann?! Lächerlich! Wir alle wissen ganz genau wie es in Umgebungen von Asylantenheimen zugeht! Denken wir nur allein an das ehemalige Asylantenheim in Somborn! Oder lesen wir Zeitungsberichte wie z.B. den bereits oben genannten: http://www.derwesten.de/staedte/dortmund/Polizei-hat-Dealer-im-Westpark-im-Visier-id3337130.html Die Politiker und alle weiteren Befürworter haben gut reden. Keiner wohnt neben solch einer Einrichtung und muss sich mit Problemen, wie Einbrüchen etc, befassen. Es ist doch jetzt schon ******* genug hier! Die Häuser werden regelmäßig beschmiert, allein letztes Jahr hat ein Bewohner des Grevendicks Feld mehrere Autos aufgebrochen, in die Wohnungen und Häuser werden eingebrochen, Trinkhallen werden überfallen, der Penny Markt am Grevendicks Feld benötigt schon jetzt Sicherheitspersonal. Haben wir nicht jetzt schon genug zu kämpfen?! Anscheinend nicht. Die Situation wird noch immer schön geredet. Solch Verhältnisse gab es vor 40 Jahren, aber doch nicht mehr heutzutage, wie Jörg Süshardt, stellvertretender Leiter des Sozialamtes sagt. Doch wie möchte Herr Süshardt die Situation rund um das Grevendicks Feld beurteilen können? Und die Menschen, die es können werden einfach übergangen und interessieren nicht!

Wir Anwohner dürfen es uns nicht gefallen lassen übergangen zu werden! Auch wenn uns gesagt wird, dass es sich nicht lohnt etwas dagegen zu unternehmen und wir belächelt werden.
Jetzt erst recht!
Wir müssen weiterhin Unterschriften gegen die Umsiedlung in das Grevendicks Feld sammeln und zur Not rechtiliche Schritte einleiten! Es kann nicht sein, dass wir vor vollendete Tatsachen gestellt werden! Und ich möchte noch einmal deutlichst darauf hinweisen, dass all das nichts mit Rechtsextremismus, sondern mit Angst vor kriminellen Jugendlichen und jungen Erwachsenen zu tun hat!!!

05.02.2011
13:42
Anwohner lassen Dampf ab
von hassias | #6

Was? 143 Flüchtlinge wollen sich in Lüdo einnisten?
Unfassbar!
Und sowas in der schönen sauberen Siedlung. Jetzt muss man auch noch die Fenster vergittern und die Einfahrten mit Kameras überwachen. Schlimm schlimm.

05.02.2011
13:41
Anwohner lassen Dampf ab
von Luetgenboemmel | #5

Die politische Elite in unserer Stadt, wohnt eben nicht in Lütgendortmund.

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