Angeklagter: "Im Knast kriege ich immer Platzangst"

Ein Sachschaden von mehr als einer Million Euro entstand im Februar 2014 beim Brand in der Tiefgarage am Dorstfelder Wilhelmplatz. Seit Donnerstag muss sich der mutmaßliche Feuerteufel vor dem Amtsgericht verantworten. Dabei sagte der 22-Jährige überraschend: "Ich war das nicht." Eine ungewöhnliche Erklärung lieferte er auch noch.

Dorstfeld.. Mit dieser Aussage hatten Richter und Staatsanwalt deshalb nicht gerechnet, weil der Angeklagte bisher stets alles zugegeben hatte. Zwei Freunden hatte er die Brandstiftung schon in der Tatnacht gestanden. Später räumte er auch bei der Polizei und beim Haftrichter alles ein.

"Ich wollte auf keinen Fall in Untersuchungshaft"

Vor Gericht sagte er dazu: "Ich bin massiv unter Druck gesetzt worden. Ich wollte auf keinen Fall in Untersuchungshaft. Im Knast kriege ich immer Platzangst." Der junge Mann war bereits wenige Minuten nach der Brandstiftung in unmittelbarer Nähe des Tatorts festgenommen worden.

Mehrere Polizeibeamte fanden sein Verhalten so auffällig, dass sie ihn kontrollierten. Dabei stellten sie Rußpartikel an der Kleidung des Mannes fest. Außerdem hatte er eine so starke Rauchgasvergiftung, dass er vorsichtshalber mit dem Rettungswagen ins Krankenhaus eingeliefert werden musste.

13 Autos zerstört

Durch das Feuer waren mindestens 13 Autos in der Tiefgarage zerstört worden - darunter auch mehrere wertvolle, aber nicht versicherte Oldtimer. Mit einem Urteil wird in der nächsten Woche gerechnet.