Abschiedsfest für Uli Steinert

Gedenkkonzert für den verstorbenen Musiker Uli Steinert Foto: Michael Printz
Gedenkkonzert für den verstorbenen Musiker Uli Steinert Foto: Michael Printz
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Lütgendortmund.. Ein Jahr ist vergangenen, ein Jahr ohne Uli Steinert. Im September des letzten Jahres verstarb der Dortmunder Künstler.

Steinert war nicht nur Musiker, sondern auch Komponist und weit über die Stadtgrenze hinaus bekannt. Als Mitglied in Bands wie Messala, Low Commotion Blues Band, Rob Hawkins Band, Rag Mama Rag, den Strandjungs und natürlich den legendären Conditors prägte er die Szene. Ein Vollblutgitarrist, dessen Können überzeugte.

Es ist einer der letzten heißen Sommerabende dieses Jahres. Im Musiktheater Piano in Lütgendortmund findet man sich zusammen. Freunde, Kollegen und Anhänger von Uli Steinert stehen im großen Bühnenraum beieinander. Man nimmt erneut Abschied. Sommerliche Schwüle erfüllt den Raum und vermischt sich mit Wehmut, Melancholie und der Erinnerung an gemeinsame musikalische Wege.

„Messalla & Conditors & The Buh ‘Wir feiern unsere Zeit mit Uli Steinert!’: so das Motto des ausverkauften Abends, der im Rahmen der 10. Dortmunder Theaternacht stattfindet. Die ehemaligen Weggefährten Steinerts spielen seine Stücke.

Den Auftakt bildet die Gruppe Messalla mit ihren Songs aus dem Album „Another Sunday Morning“ (1979). Lang ist es her, aber die englischsprachigen Lieder sind rockig wie eh und je, erste Zuschauer tanzen.

Charlotte Brandi betritt als nächstes die Bühne. Die junge Sängerin, die heute in Berlin lebt und mit Eigenkompositionen in der Szene auf sich aufmerksam macht, widmet Uli Steinert zwei Lieder. Die von ihm komponierten Stücke „Prinz Eisenherz“ und „Berlin“ interpretiert sie auf ihre ganz eigene Art. Man spürt hier die Bedeutung, die der verstorbene Gitarrist für Charlotte Brandi bis heute hat. Früher habe sie ihm oft ihre eigenen Lieder vorgespielt, erzählt sie. Uli sei dabei stets kritisch gewesen. „Aber ich weiß, dass er immer gestrahlt hat, wenn ich von der Bühne kam.“

Den frühen Conditors gehört nun die Bühne und sie haben die großen, alten Hits mitgebracht. Von „Aba sia Maria“ bis zu „Kalt wie Eis“: Musikgeschichte ist spürbar und das Publikum singt mit. Die Texte der NDW-Band sind in den Köpfen präsent.

The Buh & Gäste lassen spätere Zeiten der Conditors aufleben. Peter Freiberg und Peter Jureit, heute Mitglieder von The Buh, waren früher selbst bei den Conditors. Beim Klassiker „In meinem Kopf ist eine Party“ aus dem Jahre 1985 erreicht der Abend seinen Höhepunkt. Es gibt Zugaben und die Ankündigung auf einen letzten Gast. Bernd Keul spielt zu dessen Originalmusik sein Bass-Solo.

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