21-Jährige Auszubildende entwirft neues Schul-Logo

Nicht schlecht: Johanna Wortmann ist gerade mal 21 Jahre alt, kann aber schon einen Arbeitsnachweis in ihrem Lebenslauf verewigen, von dem viele andere träumen: Die Auszubildende zur Gestaltungstechnischen Assistentin entwarf nämlich das Logo für die Reinoldi-Sekundarschule. Wir erklären, wie es dazu kam.

Westerfilde.. Die Reinoldi-Sekundarschule ging als erste Schule ihrer Art in Dortmund im Schuljahr 2012/2013 an den Start. Damals allerdings noch ohne den Zusatz "Reinoldi".

Für die Suche nach einem geeigneten Namen, einigte man sich auf einen demokratischen Prozess.

20 Vorschläge

Nachdem eine Jury aus Lehrern, Eltern und Schülern den Namen "Reinoldi" aus über 20 Vorschlägen ausgewählt hatten, blieb noch die Suche nach einem passendem Schul-Logo.

Auch hier sollte es demokratisch von statten gehen: Auf der Suche nach geeigneten Vorschlägen kamen die Verantwortlichen auf die Idee, eine Kooperation mit dem Fritz-Henßler-Berufskolleg für Gestaltung zu nutzen und dort einen Wettbewerb auszuschreiben.

Vorauswahl

In einem ersten Schritt konnten rund 40 Auszubildende des Berufskollegs jeweils zwei Vorschläge auf Papier einreichen. Anschließend wurde eine Vorauswahl getroffen.

Die übrig gebliebenen Vorschläge wurden dann von den Auszubildenden in eine digitale Version gebracht und der Jury vorgestellt.

Langwierige Beratung

Nach einer langwierigen Beratung entschied die Jury sich letztlich für das Logo von Johanna Wortmann, die insgesamt das schlüssigste Konzept geliefert hatte.

Das Logo zeigt eine Welle aus fünf Säulen, die sich farblich an der Farbtheorie des Kunstpädagogen Johannes Itten orientiert. Darunter steht der Name Reinoldi-Sekundarschule, allerdings ohne Bindestrich, dafür der zweite Teil in gefetteten Buchstaben.

Fünf Säulen

"Die Welle aus den fünf Säulen in den entsprechenden Farben soll das harmonische Zusammenarbeiten der verschiedene Akteure an dieser neuen Schulform betonen", erklärt Johanna Wortman.

Das Schriftbild hingegen, so die Auszubildende, habe sie vor allem nach ästhetischen Gesichtspunkten ausgewählt. Aber auch als Alleinstellungsmerkmal, denn ihre Konkurrenten hätten den Begriff mit Bindestrich geschrieben.

Gefetteter Wortteil

Bleibt noch der gefettete zweite Wortteil: Das solle unterstreichen, dass eben der Begriff "Sekundarschule", der wichtige sei und nicht "Reinoldi".


Wichtig war aber bei der Entscheidung der Jury neben der grafischen Qualität auch die Typografie: Will heißen, es wurde geprüft, ob Anordnung, Größe und Typ der Schrift den besonderen Anforderungen für ein Schul-Logo genügen, also ob es auch im Briefkopf oder gar als Stempel gut lesbar sei und somit den Wiedererkennungswert für die Schule garantiere.