100 Mitarbeiter erhalten Gnadenfrist bei Continental

Beim Automobilzulieferer Continental in Dorstfeld schreitet der bereits vor vier Jahren angekündigte Stellenabbau nicht so schnell voran wie geplant. Die aktuell gute Auftragslage verschafft 100 Arbeitnehmern eine Gnadenfrist. Mehr aber auch nicht.

Dorstfeld.. Entgegen den ursprünglichen Planungen werden von 350 Mitarbeitern nur 250 bis Ende des Jahres gehen müssen. Die übrigen 100 Stellen werden nach und nach bis Ende 2019 abgebaut, teilte eine Unternehmenssprecherin auf Nachfrage mit. Arbeitgeber und Arbeitnehmer haben sich in einem Interessensausgleich darauf verständigt.

Produktion nach Rumänien verlagert

Eigentlich hatte Continental bereits bis Ende 2015 die über 1000-köpfige Belegschaft in Dorstfeld auf 730 verringern wollen. Wie berichtet, soll die Produktion von Tankfüllsystemen nach Rumänien verlagert werden. Das ist seit dem Jahr 2011 bekannt.

Hoffnungen von Continental-Mitarbeitern, dass sie bei dem Unternehmen doch noch eine dauerhafte Zukunft haben könnten, muss der heimische IG-Metall-Sekretär Hans Jürgen Meier dämpfen: "Fakt ist: Personal wird wie geplant abgebaut. Das sind jetzt nur Verzögerungen."

Aufhebungsverträge

Bereits die erste Welle des Stellenabbaus erfolgte rund 18 Monate später als ursprünglich vorgesehen, nämlich erst seit Mitte 2014. Neben mehr als 100 freiwilligen Aufhebungsverträgen waren es schon damals unvorhersehbare Kundenaufträge, die die Entlassungen verzögerten.