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Wilhelm Tells Apfelschuss in der Geßlerstraße

31.10.2012 | 17:37 Uhr
Wilhelm Tells Apfelschuss in der Geßlerstraße
DOGEWO-Mitarbeiter präsentierten mit Äpfeln die neue Hausfassade in der Geßlerstraße 20Foto: Helmut Matzanke

Wambel.  Es soll ein richtiger Hingucker werden: Neu gestaltete Hausfassaden in Wambel gehören zum DOGEWO-Modernisierungsprogramm. In der Geßlerstraße ist bald Wilhelm Tells Apfelschuss großflächig zu sehen. Auch der Spar- und Bauverein investiert in Wambel.

Wird das Gerüst bald abgebaut, eröffnet sich den Bewohnern an der Geßlerstraße 20 in Wambel ein neues Wohlgefühl. Die Dortmunder Gemeinnützige Wohnungsgesellschaft (DOGEWO21) ist derzeit damit beschäftigt, ihrem Wohnbestand dort ein freundlicheres Gesicht zu verleihen.

An vier Hochhäusern mit insgesamt 144 Wohnungen werden derzeit entsprechende Modernisierungsarbeiten durchgeführt. Nach dem Motto „Großer Auftritt für Wilhelm Tell in der Geßlerstraße“ lehnt sich etwa die Fassaden-Bemalung mit zwei großformatigen Wandbildern rund um das Thema Wilhelm Tell an die Geschichte des schweizerischen Freiheitskämpfers an. Der berühmte Apfelschuss diente als großes Motiv für die Wand am Haus Nummer 20. Symbolisch untermalten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter diese Präsentation mit Äpfeln, die schließlich verteilt wurden.

Ein weiteres Motiv von Wilhelm Tell wird im nächsten Jahr das Haus Geßlerstraße 26 schmücken. Bauleiterin Susanne Hilzheimer und Innenarchitektin Katja Jüngst sowie Regine Stoering, verantwortlich für Öffentlichkeitsarbeit, stellten bei einem Ortstermin nun die Fassade der Öffentlichkeit vor. Der Apfelschuss wird übrigens auch noch eine Lichtinstallation mit einem LED-Sytem bekommen, so dass das Motiv auch bei Dunkelheit sichtbare Akzente bekommt.

Die DOGEWO21-Häuser an der Geßlerstraße wurden Anfang der 70er Jahre errichtet. „Die jetzt durchgeführten Arbeiten an den Hochhäusern in der Geßlerstraße werden ebenfalls dazu beitragen, die Wohnzufriedenheit unserer Mieter in Wambel zu erhöhen“, erklärte die Geschäftsleitung und fügte hinzu, dass mit diesen Arbeiten keine Mieterhöhungen für die Mieter verbunden sind.

2,5 Millionen Euro für Sanierung

Rund 2,5 Millionen Euro investiert die DOGEWO21 in die Instandhaltung dieser Wohnungen. Die Arbeiten finden in diesen Tagen an den Häusern 20 und 22 ihren Abschluss, im kommenden Jahr werden die Häuser 24 und 26 ein neues Outfit erhalten. Neben der Fassadengestaltung werden auch die Dächer erneuert, Fenster ausgetauscht, auch die Außenanlagen sowie die Eingangsbereiche der Häuser werden neu gestaltet. Die Überarbeitung der Außenanlagen und der Müllstandplätze wird nach Abschluss der Arbeiten im nächsten Frühjahr erfolgen.

Diese Maßnahmen werden parallel zum integrativen Standortkonzept von DOGEWO21 in Wambel durchgeführt. Wie das Unternehmen mitteilte, hat die DOGEWO im Rahmen des Standortkonzeptes in den letzten Jahren bereits mehr als 12 Mio. Euro in den Standort Wambel investiert.

Auch Spar- und Bauverein modernisiert in Wambel

Der Spar- und Bauverein modernisiert mit einem geplanten Gesamtinvestitionsvolumen von ca. 9,5 Millionen Euro Wambels Gartenvorstadtviertel aus den 1930er Jahren. Ziele sind sowohl Heizkostenersparnisse als auch klimafreundliche Dämmung sowie eine attraktive Neugestaltung des Wohnumfeldes. Der Bauabschluss des Vorhabens ist bis Ende 2015 geplant.

Die Großmodernisierung der etwa 40 Häuser Am Haselhof/An der Gosekuhle mit insgesamt 178 Wohnungen erfolgt in sieben Bauabschnitten. Nach der Fertigstellung der Häuser Am Haselhof 1, 3, 5 in 2009 erfolgte 2010 an gleicher Stelle die grundlegende und finale Modernisierung der Hausnummern 2, 4, 6 sowie an der Gosekuhle 1, 3, 5 samt Wohnumfeld (2. Bauabschnitt). In Phase drei wurden im letzten Jahr die Gebäude An der Gosekuhle 7-13 bearbeitet.

Das Gestaltungskonzept greife den Charakter der ursprünglichen Fassadenansichten auf und interpretiert ihn für die Zukunft neu: Helle Kratzputzfassaden wurden mit dunkelrot gebrannten Klinkersteinflächen an Erkern und in Eingangsbereichen kombiniert. Farbige Hauseingangstüren mit großen Klarglasscheiben lassen nun mehr Tageslicht ins Treppenhaus.

Das Aufbringen von Wärmedämmung an den Außenfassaden, den Kellerdecken und auf den Dachböden sowie der ausschließliche Einbau doppelverglaster Kunststofffenster seien wesentliche Bausteine des Energiesparkonzepts, teilte der Spar- und Bauverein mit. „Die deutliche Wohnkomfortverbesserung für die Bewohner gewährleistet in besonderer Weise das Aufstellen großflächiger Anbaubalkone in den ersten Obergeschossen sowie die Herstellung großzügiger Terrassenflächen mit direktem Zugang aus den Erdgeschosswohnungen.“

2012 wurde die Anlage weiter „aufgefrischt“. Die Modernisierung der meist zweigeschossigen Gebäude wurde im vierten Bauabschnitt an den Gebäuden Gosekuhle 10-12 bzw. Hemesod 6-8 fortgeführt. Für ca. 1,1 Mio. Euro wurden Vorgärten neu bepflanzt, Abstellmöglichkeiten für Fahrräder und Rollatorenboxen geschaffen.

Helmut Matzanke



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