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Wiese für den Blindenfußball in Sicht

27.05.2008 | 17:07 Uhr

Derne. (bini) Der Integrationssportclub (ISC) Viktoria Kirchderne sucht eine Heimat. Für die Sparte des Blindenfußballs fehlt dem Verein die Spiel- und Trainingsfläche. Nun wandte sich der Club an die lokale Politik und bat um Unterstützung.

Auf der Suche nach einer festen Heimstatt: Die Spieler und Mitglieder des Blindenfußballvereins Viktoria Kirchderne. (Bild: Rottmann)

Im Vereinsheim von Viktoria Derne trafen Sportler und Mitglieder der örtlichen SPD-Fraktion schließlich am Montagabend zusammen und überlegten gemeinsam, welches Gelände im Stadtteil sich als Zuhause für den Blindenfußball eigne.

Bisher war es so, dass die Spielorte des Vereins ständig wechselten. Sie zogen von Austragungsort zu Austragungsort. Ihr Training fand in der Sporthalle der Kirchderner Grundschule statt. Jetzt möchte der Club gerne endlich sesshaft werden und hat da auch schon ganz konkrete Vorstellung. Die brach liegende Rasenfläche unmittelbar in der Nähe des Vereinsgeländes von Viktoria Derne an der Derner Straße scheint geeignet. "Sie wäre groß genug", sagte Hasan Caglikalp, Vorsitzender des ISC. "Wir bräuchten eine Fläche mit den Maßen 42 Meter mal 22 Meter zuzüglich Zuschauerraum", fügte der Blindensportler hinzu. Geeignet wäre die Wiese an dieser Stelle auch insofern, als dass der ISC dann die Umkleidekabinen von Viktoria Derne mitnutzen könnte. Zudem sei die Fläche ruhig gelegen, was auch nicht unwesentlich sei: Der Ball ist nämlich im Inneren mit Rasseln versehen, so ist er akustisch für die Spieler zu orten. Laute Nebengeräusche von Straße oder Wohnbebauung seien da störend und behindernd für den Blindenfußball.

"Wir möchten heute ermitteln, welche Fördermittel und welche Töpfe es für ein solches Bauprojekt gibt", erklärte schließlich Ratsvertreter Bruno Schreurs, der auch die Wiese an der Derner Straße favorisiert. "Da müssen natürlich auch erst die Eigentumsverhältnisse geklärt werden", betonte Schreurs. Die SPD-Fraktion will sich nun kundig machen und dem ISC so viel wie möglich helfen. Immerhin wäre ein solcher Platz auch ein Gewinn für den Stadtbezirk - als einzigen, der Blindensport anbietet.

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