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Wieder „Bunt statt Braun“

05.09.2010 | 14:13 Uhr
Wieder „Bunt statt Braun“
Das 11. Lichterfest der evangelische Gemeinde Brackel mit Musik und viel Publikum. Foto: Jochen Linz

Brackel. Brackel präsentierte sich am Wochenende „Bunt statt Braun“, unterhaltsam und informativ.

Worte der Erinnerung des ehemaligen ARD-Intendant Hartmann von der Tann, gesprochen von Wilhelm Stehling, standen zu Beginn eines unterhaltsamen Abends am Samstag im Franz-Stock-Heim von St. Clemens. Unter dem Motto „Bunt statt Braun“ mit dem Thema „Die 50er Jahre“, streifte die Gemeinde das Geschehen dieser Zeit und erinnerte daran, dass es ein Fehler gewesen sei, frühzeitig mit der Aufarbeitung des vorangegangenen NS-Regime begonnen zu haben.

Nazi-Herrschaft und Krieg waren fünf Jahre vorbei, aber kaum jemand wollte darüber sprechen. Der herrschende Eindruck war seinerzeit, dass es nur aufwärts geht. Grund für St. Clemens, die Zeit mit ihren offenen Fragen Revue passieren zu lassen. Wirtschaftsaufschwung und das Thema „Nationalsozialismus“ sorgten für Gesprächsstoff unter den zahlreichen Gästen. Sie beschäftigten sich auch mit der Frage: „Welche Konflikte bringt die damalige Zeit in die heutigen Familien und Gesellschaft“. Das damals neu entwickelte Lebensgefühl (als Stichwörter mögen hier Italienreise, Autofreuden und neue Musikrichtungen für den Konsumrausch dienen) ließen unter der Bevölkerung der neuen Republik das Vergangene vergessen. Mit dieser Veranstaltung klinkte sich die Gemeinde als Dritte im Bunde, neben der ev. Gemeinde und dem „Balou“ am vergangenen Wochenende ins „Bunt-statt-Braun“-Geschehen ein.

Im Unterhaltungsprogramm gab’s u. a. Lieder der 50er Jahre und der neuen Tanzrichtung „Rock’n Roll“ mit Sopranistin Sandra Fülber und der TSC-Tanzformation „Heaven and Hell“.

St. Clemens will sich im nächsten Jahr dem Thema „Europa und die Fremdenfeindlichkeit“ widmen.

Helmut Matzanke

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Kommentare
08.09.2010
18:27
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von Benno | #9

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08.09.2010
16:30
Wieder „Bunt statt Braun“
von jeffffej | #8

@6: Das Medienspektakel befasste sich allerdings soweit ich das verfolgen konnte nahezu ausschließlich mit organisatorischem. Wem genau nutzt das denn nun? Den Dortmunder Nationalen Autonomen? Der NPD? Oder der angeblichen gefühlten Mehrheit des Volkes?

Und was ist die Botschaft? Die Linken sind auch pöse? Scheiss-System?

Irgendwie laut wars schon. Aber nur laut ist noch kein Erfolg.

08.09.2010
16:23
Wieder „Bunt statt Braun“
von jcm | #7

Trink dir weiter die Sachlage schön (anders ist das posting nicht erklärbar!). Das Aufwachen wird unangenehm!
Exorbitantes Medienspektakel? Naja, wenn man provinzielle Maßstäbe anlegt...

Extrem hohe Zustimmung? Die selbständig denkenden Menschen können sich nur darüber amüsieren, wie hier jemand, der mit Hetze Geld verdient als der neue Heilsbringer (Thilo hilf! lol) gefeiert wird.

Zeitgenossen wie sie und die Stammtischler Kleiner Feigling, welche sich nach einem neuen Führer sehnen, sind nicht dazu geeignet, Mißstände zu beseitigen - sondern selbst ein gesellschaftliches Problem!

jcm, APO

08.09.2010
16:06
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von Benno | #6

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08.09.2010
15:52
Wieder „Bunt statt Braun“
von jcm | #5

Ein Pyrrhus-Sieg, mein Lieber? Politisch und gesellschaftlich werdet ihr weiterhin nicht ernst genommen, dass ist ihnen aber klar, nicht wahr?!

Auch nicht von den Brackelern, die sich - wie sich´s für Festivitäten geziemt - einen gegönnt haben!

Kennt ihr euch ja bestens mit aus, mit einen heben, woll?! Das ist etwa nach den Überfällen 1. Mai, den Vorkommnissen auf dem Wilhelmsplatz (na, sie erinnern sich, da, wo´s anständig was auf´s Mau... gab?! sowie den Kneipenüberfall publik wurde.

Treffen sich zwei Nazis. Fragt der eine: Schon was im Bauch? Nee, keinen Tropfen!

Schleichts euch, keiner braucht euch!

08.09.2010
01:02
Wieder „Bunt statt Braun“
von Scherzkeks | #4

Treffen sich zwei Brackeler. Sagt der Eine: Am letzten Samstag waren wir bei Bunt statt Braun Sagt der Andere: Jau - wir ham uns auch ganz schön einen in die Birne geknallt ....

07.09.2010
17:29
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von Benno | #3

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07.09.2010
14:40
Wieder „Bunt statt Braun“
von jcm | #2

Dochdoch, die Probleme werden wahrgenommen - auch die, welche vom Braunen Mob ausgehen!
Incl. ihrer Geschichtsklitterung. Adenauer etwa hat Altnazis rekrutiert, gleiches geschah auch mit Richtern, Polizisten, Spionen etc. pp...

Daher gilt nach wie vor die Erkenntnis: Der Schoß ist fruchtbar noch, aus dem DAS kroch!

Ansonsten wünsche ich ihnen viel Spaß bei der näxten Parkplatz-Begehung. Ihr könnt es ja mal in anderen Städten versuchen, vllt. gibt es ja einen Polizeicheffe, der noch verpeilter in Sachen Nazi-Bekämpfung ist als der aus DO...

07.09.2010
13:02
Wieder „Bunt statt Braun“
von Peter von Lustig | #1

Das Thema „Nationalsozialismus“ sorgte für Gesprächsstoff unter den zahlreichen Gästen - Ups. Ist da was daneben gegangen?

Auch die These man habe zu früh mit der Vergangenheitsbewältigung angefangen ist gewagt, da die Entnazifizierung von den Alliierten begonnen und gesetzlich in der BRD verankert wurde.

Bunt statt Braun Parolen und eher an fröhliche Nachbarschaftsfeste erinnernde Veranstaltungen helfen dann nicht gegen rechts, wen man die dem erkennbaren Rechtstrend dieser Gesellschaft und in Europa zu Grunde liegenden Probleme in der Gesellschaft nicht sehen will und nicht beseitigen kann.

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